Lüsterklemme erst in eineinhalb Jahren

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Thomas Meermann (Sparkasse) und Kulturhausleiterin Rebecca Egeling mit der Lüsterklemme.

Lüdenscheid – Um zehn Uhr kam am Dienstagvormittag von der Agentur Stefan Danzigers die Absage des Auftritts heute Abend im Bistro K.. Im Kopf von Kulturhausleitern Rebecca Egeling ratterte ein „Notfallplan“ los: „Wir haben sofort angefangen, Agenturen abzutelefonieren, um einen Ersatz zu bekommen.“

Am späten Nachmittag dann die Lösung: Am Freitagabend wird der Wahl-Lüdenscheider Henning Schmidtke auf der Bühne im Bistro K. stehen und präsentiert sein Programm „Hetzkasper – zu blöd für Burn Out“. Henning Schmidtke gewann 2004 den Bochumer Kleinkunstpreis und war 2011 Finalist der St. Ingberter Pfanne. Bekanntheit erlangte er durch seine Auftritte in „Night Wash“, ZDFinfo in „Berlin Politix“, die SWR „Spätschicht sowie die Reihe „Querköpfe“ aus Deutschlandfunk.

Er freut sich auf sein Heimspiel, in Lüdenscheid trat er noch nicht auf und ist gespannt, ob und wie er die Erwartungen des Publikums erfüllt. Kartenrückgaben hagelte es bislang nicht an der Theaterkasse. „Das ist die gute Seite der traurigen Sache“, sagt Rebecca Egeling mit Blick darauf, dass Freitagabend keine Lüsterklemme übergeben wird – „die stell ich erst einmal wieder ins Regal.“ 

Henning Schmidtke stellt sein Kabarett-Programm vor.

Stefan Danziger ließ Ende Februar diesen Jahres im Bistro K. seine Mitbewerber mit einem Vortrag über seine Erlebnisse als Tour-Guide in Berlin hinter sich: „Was machen Sie eigentlich tagsüber?“ Bemerkenswert waren dabei seine umfassenden Geschichtskenntnisse, die er sogar auf Lüdenscheid ausweitete. „Ihr esst hier Potthucke? Das klingt nach Kannibalen, weil das Fleisch noch im Pott hockt!“ In etwa so war eine seiner Anspielungen auf die Lüdenscheider Eigenheiten und Themen, die er sich auf der Fahrt ins Sauerland angelesen hatte.

Damit gewann er die Herzen der Gäste im ausverkauften Saal und später die Lüdenscheider Lüsterklemme. Danziger ist gut gebucht. Er wird Trophäe und Preisgeld erst am 19. Februar 2021 abholen können. Zum ersten Mal in der Geschichte der Lüdenscheider Kleinkunsttage wird damit voraussichtlich der Preis des kommenden Kleinkunstfestivals eher übergeben als der Preis für 2019.

„Wir hatten das schon mal, dass der eine oder andere Auftrittstermin während der Kleinkunsttage nicht geklappt hat“, erinnerte sich gestern Thomas Meermann von der Sparkasse, die den Preis alljährlich stiftet, „ich hab mit Stefan Weippert im Schneegestöber auf dem Parkplatz gestanden und die Leute persönlich informiert, dass die Veranstaltung nicht stattfindet.“

Wer seine „Danziger“-Karte heute Abend mitbringt, wird namentlich erfasst, denn die Karten, werden eingesammelt und behalten auch über diesen langen Zeitraum ihre Gültigkeit. Rebecca Egeling: „Es ist nicht zu erwarten, dass wir hier alleine sitzen.“ Karten für die Kabarett-Veranstaltung heute Abend kosten am Tisch 19,25 Euro und in der Reihenbestuhlung 17,05 Euro.

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