Helm-Kritik: Feuerwehrchef sieht keine Gefahr

Herbert Mösch ist der derzeit älteste Feuerwehrmann der Stadt – sein Enkel Leon gehört nun zu den Gründungemitgliedern der Löschzwerge.

LÜDENSCHEID ▪ „Die Sicherheit steht an erster Stelle.“ Feuerwehrchef Martin Walter ging im Verlauf der Jahresdienstbesprechung der Lüdenscheider Feuerwehr am Samstag in der Brüninghauser Halle auf die Frage nach der Sicherheit der in die Diskussion geratenen Helme mit der Bezeichnung F200 ein (wir berichteten).

Er erklärte, dass es bislang keine Beanstandungen gegeben habe. Es seien viele Einsätze mit diesen Helmen unbeschadet überstanden worden. Dafür gab es lautstarken Beifall von den anwesenden Feuerwehrleuten. Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath ging ebenfalls auf das Thema ein: „Keiner lässt Kameraden ins offene Messer leufen. Ich fühle mich mit diesem Helm sicher.“

Walter betonte, dass die für die Lüdenscheider zuständige Unfallkasse Nordrhein-Westfalen die Helme nicht aus dem Verkehr gezogen habe. Somit gebe es keinen Handlungszwang. Die Informationen über eine mögliche Gefahr seien von „einigen wenigen Personen gekommen, die nicht die Gesamtheit der Feuerwehr bilden.“ Nichtsdestotrotz laufe derzeit die ohnehin anstehende Ersatzbeschaffung von Helmen für die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Stadt. „Wir sind dabei.“ Und so blieb die „Helmdebatte“ eher eine Randnotiz bei der Jahresdienstbesprechung.

Hauptthema war an diesem Samstag ein ganz anderes: Ihren allerersten Auftritt als neue Nachwuchstruppe der Lüdenscheider Feuerwehr hatten die „Löschzwerge“. Diese Gruppe wurde am Samstag offiziell gegründet. Damit sind die Lüdenscheider nach Kierspe die zweite Feuerwehr im Märkischen Kreis, die eine eigenen Kinderfeuerwehr hat. Zehn Kinder ab sechs Jahren werden dort von Ina Standtke, Jana Albach, Marc Freyaldenhoven und Björn Plate betreut. Walter und Willi Denecke, Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehr, erklärten, dass es hohe Ansprüche an die Qualität der Betreuung gebe – sowohl für die Löschzwerge als auch für die seit zehn Jahren bestehende Jugendfeuerwehr.

Umso begeisterter sei Denecke gewesen, als sich zum Jahresende spontan junge Leute, auch Erzieherinnen, für die Leitung der Löschzwerge fanden. Darüber, dass diese frühe Nachwuchswerbung in Anbetracht vieler konkurrierender Freizeitangebote nötig sei, herrschte Einigkeit bei Denecke, Walter, Blumenrath und Bürgermeister Dieter Dzewas. „Wir brauchen eine hochwertige Kinder- und Jugendarbeit“, so Blumenrath, „wer den Zeitpunkt verpasst, verpasst die Feuerwehr. ▪ gör

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