Hellerforth-Gruppe im Insolvenzverfahren

Im Hellerforth-Haus in der Fußgängerzone sollen künftig keine Hellerforth-Firmen mehr vertreten sein.

LÜDENSCHEID ▪ Die Horst Hellerforth GmbH & Co. KG sowie zwei weitere Unternehmen der Firmengruppe Hellerforth haben Insolvenzanträge gestellt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter, der Herdecker Jurist Manfred Gottschalk, im LN-Gespräch am Freitag bestätigte, läuft das Verfahren bereits „seit Anfang der Woche“.

Horst Hellerforth selbst wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Er galt in den fast fünf vergangenen Jahrzehnten als einer der erfolgreichsten Unternehmer Lüdenscheids. Zahlreiche Eigentumswohnungen, Eigenheime, Mehrfamilien- und Geschäftshäuser oder Supermärkte in der ganzen Region sind unter seiner Regie entstanden. Annähernd zehn Jahre nachdem er sich aus gesundheitlichen Gründen als Geschäftsführer aus der Firmengruppe zurückgezogen hatte und kurz darauf wegen interner Differenzen wieder „in den Ring gestiegen“ war, muss der 76-Jährige, der sich gern als „Lüdenscheider Junge“ bezeichnet, nun zusehen, wie sein Imperium zerfällt.

Rechtsanwalt Manfred Gottschalk hat nach eigenen Angaben am Freitag mit Vertretern maßgeblich beteiligter Banken über die Zukunft der Firmengruppe verhandelt. Auch Gespräche mit Stadtwerke-Verantwortlichen seien geführt worden. „Wir sind uns alle einig, dass die Geschäfte schnell und vernünftig weitergeführt werden sollen.“ Klar sei auch, „dass es nicht gut war“, Zahlungen von Mietern nicht an die Stadtwerke weiterzuleiten. „Die Mieter haben nichts damit zu tun.“

Als erste „kostendämpfende Maßnahme“ sollen die WB Wert- und Baubetreuungs-GmbH sowie die Wohn- und Gewerbe-Immobilien Vermittlung und Verwaltung GmbH & Co.KG aus dem Hellerforth-Haus in der Fußgängerzone zum Firmensitz Altenaer Straße 31 umziehen.

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