Hellerforth-Besitz wird abgewickelt

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LÜDENSCHEID - Nun hat auch das vierte Unternehmen der Hellerforth-Gruppe, die WGI-GmbH Wohn- und Gewerbe-Immobilien & Co.KG, Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das bestätigte Insolvenzverwalter Manfred Gottschalk am Dienstag.

Damit stehen alle wesentlichen Zweige des Immobilien-Konzerns vor dem Aus, übrig sind laut Gottschalk „nur noch einige Beteiligungen“. Inzwischen hat Horst Hellerforth in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter damit begonnen, den wirtschaftlichen Besitz seiner Firmengruppe abzuwickeln.

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„Nach und nach“, sagte Gottschalk, „sollen die Objekte nun verkauft werden, und das ganz ohne Zeitdruck“. Interessenten sollten sich direkt mit Horst Hellerforth in Verbindung setzen. „Der hat eindeutig die besten Marktkenntnisse.“ Mehrere Anfragen lägen inzwischen vor.

Im Gespräch sind 160 Grundbucheinträge über Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser bis zu zahlreichen Gewerbeobjekten. Auch die Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter und den Stadtwerken sind laut Gottschalk weiter fortgeschritten.

Bekanntlich hatten die Stadtwerke rund 30 Haushalte von der Versorgung mit Wasser, Gas oder Hausstrom abgeschnitten, weil der Vermieter die Nebenkosten nicht an die Stadtwerke durchgeleitet hatte. Derzeit seien die Mitarbeiter dabei, die Zähler bei den betroffenen Hellerforth-Mietern abzulesen. Dann sollen die Verträge zwischen Energielieferanten und Notgemeinschaften aus Mietshäusern aufgelöst und die bereits gezahlten Kautionen zurückgezahlt werden.

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