Hella Goldbach lädt zu Vereinsgründung ein

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Hella Goldbach lädt zur Gründung der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Lüdenscheid ein.

Lüdenscheid - Rund zwei Jahrzehnte organisierte Hella Goldbach als Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hagen auch zahlreiche Veranstaltungen in Lüdenscheid. In Abstimmung mit dem Koordinationsrat, in dem alle entsprechenden Gesellschaften zusammengefasst sind, wagt Hella Goldbach gemeinsam mit etlichen Mitstreitern nun den Schritt in die „Selbstständigkeit“ – ein eigener Verein soll gegründet werden: die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüdenscheid.

Die Gründungsversammlung mit Abstimmung über die Satzung und Wahl eines Vorstandes wird am Donnerstag, 22. Oktober, ab 17 Uhr in der Stadtbücherei Lüdenscheid stattfinden. Ein geschichtsträchtiger Ort für diesen Akt, wie Goldbach betont: An der Rückseite des Gebäudes ist bekanntlich die Gedenktafel für die während des NS-Regimes verfolgten und ermordeten Juden aus Lüdenscheid angebracht. Deren Betsaal befand sich am Standort der heutigen Stadtbücherei.

Alle interessierten Bürger sind zur Vereinsgründung eingeladen. Neben der Satzung wurde ein Logo entworfen, das christliche und jüdische Symbole verbindet. Etliche in Politik, Gesellschaft und religiösen Gemeinden engagierte Lüdenscheider haben ihr Interesse an einer Mitgliedschaft und Mitarbeit bekundet. Insgesamt berichtet Initiatorin Hella Goldbach von bislang rund 30 Interessenten. Darunter sei auch ein jüdischer Vertreter.

Weitergeführt werden soll die langjährige Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk in Lüdenscheid. Veranstaltungsräume, beispielsweise für Vorträge, können, so die bisherigen Planungen, weiterhin im Gemeindehaus der Katholischen Kirchengemeinde Maria Königin genutzt werden. Laut Hella Goldbach wird der neue Verein die 73. Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland, die im Koordinationsrat mit Sitz in Bad Nauheim integriert sind. Ziele der Gesellschaft sind unter anderem die gegenseitige Achtung zwischen Juden und Christen, der christlich-jüdische Dialog, die Erforschung und Bekämpfung religiöser, rassistischer und politisch motivierter Vorurteile sowie die Bekämpfung von Antisemitismus. Erreicht werden soll dies zum Beispiel durch Vorträge, Gedenkfeiern, Ausstellungen und Exkursionen.

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