Helden auf dem Pferderücken

Beste Stimmung herrschte bei der Reitaktion der Lebenshilfe am Samstag rund um den Gutshof Wigginghausen. Vor dem Tipi wurde zum Abschluss gemütlich Stockbrot über dem Lagerfeuer zubereitet.

Lüdenscheid - Peter ist der Held des Tages auf dem Gutshof Wigginghausen. Da sind sich alle einig. Auch wenn die Geburt des Helden durchaus langwierig und schwierig war. Aber jetzt sitzt Peter auf dem Pferd, der Rücken gerade, der Blick nach vorn gerichtet. Thorsten Bartke, Leiter der Lebenshilfe-Wohnstätte an der Hotopstraße, freut sich, dass Peter es im zweiten Anlauf doch noch auf den Rücken des geduldigen Pferdes geschafft hat.

„Peter hat eine Angststörung. Er ist vor Jahren gestürzt – danach ist er nur noch gerobbt. Seit einiger Zeit geht er am Rollator. Trotzdem: Dass er das hier geschafft hat, ist wirklich unglaublich.“ Stolz klopft Thorsten Bartke Peter auf die Schulter, als dieser nach einem gut 15-minütigen Ausritt zurückkehrt. „Super, Mann, das hast du großartig gemacht“, sagt Thorsten Bartke, während Peter sich vom Pferd helfen lässt und Gaby Bongartz ihm den Helm vom Kopf nimmt.

Die Reitaktion auf dem Gelände des Gutshofes Wigginghausen, einer der Wohnstätten der Lebenshilfe Lüdenscheid, ist ein beliebtes Projekt – und wird deshalb auch von der eigenen Stiftung unterstützt. „Wir finden es gut, das Projekt integrativ zu gestalten und auch Menschen ohne Behinderungen einzuladen“, erklärt Thorsten Bartke. Noch dreimal steht das integrative Reiten in den nächsten Wochen auf dem Veranstaltungsplan der Lebenshilfe: am Mittwoch, 14. August, Mittwoch, 21. August, und Samstag, 24. August. Der letzte Reittermin findet im Rahmen einer großen Party statt. „Wir feiern ‘Zehn Jahre Worthstraße’. Wir treffen uns gegen 11 Uhr in der Wohngruppe und dann geht es mit dem Traktor hierher nach Wigginghausen“, erklärt Thorsten Bartke. Auch Gaby und Dirk Bongartz werden beim großen Fest wieder mit dabei sein – und natürlich ihre Pferde.

Doch auch am heutigen Tag wird mächtig gefeiert. Eckhard Müller, langjähriger Freund und seit Kurzem auch Teammitglied der Lebenshilfe, hat auf der Wiese sein Tipi aufgestellt. Aus den Lautsprechern des Ghettoblasters kommen die typischen Trommelklänge der Indianer. Und auch das Lagerfeuer brennt bereits. Höchste Zeit, das Stockbrot in die Flammen zu halten. „Hier ist es heute richtig chillig. Wir haben wirklich Glück“, freut sich Thorsten Bartke. „Und jetzt wird erstmal gemütlich gefuttert

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