Heinz Becker und die Betrachtung der Welt

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Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker im Kulturhaus.

LÜDENSCHEID ▪ Als Kosmopolitismus bezeichnet man landläufig die ebenso politischen wie philosophischen Standpunkte jener, die die gesamte Welt als ihre Heimat betrachten.

Nur: Ob Heinz Becker das auch so formulieren würde, wenn er auf seinem Gartenstuhl hockt, ist äußerst fraglich. Sein Parforceritt durch nahezu alles, worüber man nachdenken kann, begann am Abend im Kulturhaus zunächst einmal in der eigenen Idylle und mit einem fehlenden Kabel. Während sich der passionierte Stammtischbruder aus der tiefsten Provinz imaginäre Fusseln von der grauen Hose zupft, erzählt er von dem Irrweg durch die heimische Industrie auf der Suche nach der passenden Gummidichtung für seinen defekten Trockner. Und während die Zuschauer noch lachend murmeln „Genau so ist das“, ist Heinz bereits dort angekommen, wo ihn nicht „wundert, wenn die Weltwirtschaftskrise zusammen bricht“. - rudi

Gerd Dudenhöffers Kunstfigur zu Gast im Kulturhaus

„Kosmopolit“ im Gartenstuhl, vor dem nichts sicher ist

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