Der Tod auf dem Heimweg: Unfallberichte am BGL

Das Team des Jugendforums „Traffic Deadline“ kommt am Mittwoch, 9. Februar, ins Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid.

LÜDENSCHEID - „Mama warum? Du warst doch noch so jung, und wir sind noch so klein!“ oder „Wenn erst ein Kind für das Leben vieler Menschen sterben muss...“ – mit ergreifenden Berichten Betroffener wollen die Gruppe Leitender Notärzte im Märkischen Kreis, die heimische Polizei und der Interessenverband für Unfallverletzte (IVU) jugendlichen Schülern des Bergstadt-Gymnasiums am Mittwoch, 9. Februar, die dramatischen Folgen leichtsinniger Raserei nahebringen. Während mit dem „Crash-Kurs NRW“ ein ähnliches Konzept als Pilotprojekt landesweit gerade erst an den Start geht, ist das Jugendforum „Traffic Deadline“ am BGL bereits die vierte Veranstaltung seit dem Jahr 2009.

Auch diesmal werden Helfer, Opfer und Angehörige von schweren Unfällen berichten. Sie erklären, wo im Straßenverkehr Gefahren lauern, vor allem aber, was es bedeutet, wenn Menschen durch unverantwortliche Raser aus dem Leben gerissen werden. Wie es ist, an einem solchen Unfallort arbeiten zu müssen. Dass man später noch lange braucht, um auch psychisch mit solchen Erlebnissen fertig zu werden.

Seelsorger, Notärzte und Polizisten wollen die Schüler dazu bringen, sich mit realen Erlebnissen auseinanderzusetzen, statt nur trockene Statistik zu präsentieren. So werden Rettungskräfte im Atrium der Oberstufe über ihre Eindrücke bei der Bergung verunglückter Verkehrsteilnehmer berichten. Auch Opfer schildern auf der Veranstaltung ihre Erfahrungen mit körperlichen Beeinträchtigungen und seelischen Belastungen als langfristigen Folgen von Alkohol, Drogen oder Müdigkeit am Steuer.

Ihr Motto „Gib 8“ wollen die Veranstalter auch so vermitteln, dass die Jugendlichen acht Aussagen zu Unfallsituationen verstehen und beherzigen – Aussagen wie diese: „Wer schneller in die Kurve fährt, fliegt am Ende auch schneller wieder raus!“ oder „Fahre immer so in die nächste Kurve, dass du vor einem stehenden Lkw anhalten kannst.“

Die Gruppe Leitender Notärzte MK und der Interessenverband für Unfallverletzte hoffen auf großes Interesse. Das Jugendforum läuft fünf Stunden lang über den gesamten Vormittag.

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