Pläne zur Neugestaltung des Lüdenscheider Kulturhausgartens

Heimatverein ist sauer: „Wir wurden nicht gefragt“

Lüdenscheid Kulturhausgarten
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Der Kulturhausgarten soll neu gestaltet werden.

Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, ist sauer. Ihr Verein, so sagt sie, sei zur geplanten Neugestaltung des Kulturhausgartens nicht gefragt worden.

Arnhild Scholten schreibt, der GHV könne vieles, was der initiierende Verein Onkel Willi & Söhne vorschlage, „gut mittragen“. Besonders gelungen sei der Vorschlag, den heutigen dunklen Ascheplatz in einen hellen Streetballplatz umzuwandeln. Auch gegen eine kleine Skate-Anlage im hinteren Bereich des Parks hat der GHV nichts einzuwenden, ebenso wenig gegen eine gute Ausleuchtung der Parkanlage. Positiv sieht der GHV auch den Vorschlag, eine kleine Open-air-Bühne zu installieren, wobei man sich im Vorfeld damit beschäftigen sollte, wie man Zerstörungen durch Dritte begegnen kann.

Kritisch dagegen sieht der Verein folgende Aspekte:

Die Frage nach Sitzgelegenheiten im Park, ohne die keine Aufenthaltsqualität entstehen könne, müsse neu überdacht werden. Die vorgeschlagenen artifiziellen Sitzeinheiten blieben nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre in der Innenstadt wohl nicht lange an Ort und Stelle. Die während der Lichtrouten im Kulturhauspark aufgestellten Lichtbänke seien nach einiger Zeit zerstört gewesen. Etliche Sitzgelegenheiten in der Innenstadt, zum Beispiel im Rosengarten und im Brighouse-Park, seien oft verdreckt und die Sitzgelegenheiten der privaten Lokale würden nachts häufig befestigt, um Diebstahl vorzubeugen. Arnhild Scholten: „Man sollte rechtzeitig nach tragfähigen Lösungen suchen.“

„Kein Platz mehr für neue Skulpturen“

Die „kleine Fläche“, die für die etablierten modernen Kunstwerke und Installationen heimischer Künstler bleibe, solle auch noch durch eine Streetart-Wand verkleinert werden. Dann sei kein Platz mehr für neue Skulpturen, zum Beispiel größere Leihgaben und Schenkungen. Skulpturen bräuchten Raum, egal, ob sie von auswärtigen oder einheimischen Künstlern stammen. Kunst brauche Platz, wenn sie wirken solle. Streetart sei inzwischen in der Innenstadt dezentral gut vertreten und habe dort auch ihren sinnvollen Platz.

Dreh- und Angelpunkt sei die Wiederbelebung der Gastronomie. Das ehemalige Restaurant sei nicht mehr zeitgemäß und müsse komplett umgebaut werden, wenn es den verschiedenen Bedürfnissen und den heutigen Anforderungen der Bauaufsicht gerecht werden solle. Auch die Toilettenfrage könne beim Umbau gelöst werden: „Ohne Umbau kein Gastronom und ohne Gastronom wenig Publikumsverkehr.“ Den Umbau zum Café oder Bistro müsste die Stadt finanzieren, und da komme man mit den „ohnehin sehr optimistisch geschätzten 300 000 Euro“ nicht hin.

Scholten schließt: „Diese Aspekte hätte der GHV gern frühzeitig in die Planung eingebracht, aber die Initiatoren haben – trotz gegenteiliger Zusagen bei einem ersten Gespräch 2019 – keinen Gebrauch von der Gesprächsbereitschaft des GHV gemacht, was dieser sehr bedauert.“

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