Januar: Heidi und Manfred Heuel

Heidemarie und Manfred Heuel sind die Lüdenscheider des Monats Januar.

LÜDENSCHEID ▪ Es gibt kaum einen Tag in der Woche, an dem Heidemarie und Manfred Heuel nicht ehrenamtlich auf Achse sind. Das Engagement für ihre Mitmenschen ist selbstverständlich für sie, schon seit Jahrzehnten. „Wie sagt man heute? Wir haben halt so einen sozialen Touch. Der steckt einfach in uns drin“, sagen sie. Deshalb sind sie für die LN die Lüdenscheider des Monats Januar.

Beide sind der Awo eng verbunden. Kein Wunder, denn Heidi Heuel arbeitete 22 Jahre als Verwaltungsangestellte erfolgreich mit Karin Löhr zusammen. 2005 ging sie in Rente. Ein langes Band mit vielen Glückwünschen von allen Seiten ziert noch heute eine Wand im Wohnzimmer. Klar, dass sie der Awo auch heute noch treu ist. Sie hilft in der Begegnungsstätte an der Marienstraße – sei’s bei den Bingo-Nachmittagen, besucht Mitglieder zum runden Geburtstag, aber auch, wenn sie im Krankenhaus sind oder nimmt auch schon einmal an Beerdigungen teil. Montags geht’s ins Café des Mehrgenerationenhauses, mittwochs hilft sie beim Kaffeedienst im Awo-Seniorenheim an der Parkstraße. In der Gemeinde von Peter und Paul ist die 69-Jährige für den Besuchsdienst unterwegs.

Apropos Peter und Paul: „Vor knapp 40 Jahren waren wir dort Mitbegründer der Familienkreisgruppe. Da sind wir heute noch drin“, erinnert sich Manfred Heuel. Aus dieser Gruppe heraus erwuchs auch die Unterstützung für Burkina Faso. Heidi Heuel ist seit 25 Jahren Kassenführerin des Dori-Projekts.

Manfred Heuel ist gelernter Werkzeugmacher und Maschinenschlosser. Schon als 21-Jähriger war er Gruppenleiter des Jugend-Rot-Kreuzes. „Am Kaufhaus Krause hing damals ein Kummerkasten. Ältere oder alleinstehende Menschen warfen dort Zettel hinein und baten um einen Besuch. Das habe ich gern gemacht.“ Seit 50 Jahren ist er in der Awo. „Einmal Awo, immer Awo“, schmunzelt der 72-Jährige. Jeden Mittwoch kocht er in der Begegnungsstätte, jeden dritten Mittwoch gibt’s Reibeplätzchen: „Die besten der Stadt“, schwärmt Heidi. Seit 2000 übernimmt er Besuchsdienste für den Interessenverband für Unfallopfer.

Beide begleiten auch Seniorenfreizeiten. Doch das wird ihnen nun zu stressig, auch wenn sie zuletzt bei einer Freizeit ein schönes Lob von anderen Gästen bekamen: „Wenn man sieht, wie Sie sich um die Menschen kümmern, bekommt man richtig Lust, mit der Awo Urlaub zu machen“, hieß es. „Das ist natürlich schön“, freuen sie sich. Überhaupt: „Ein Dankeschön, ein freundliches Gesicht gibt einem Selbstbestätigung und Kraft.“ So ist auch die Wahl zu den Lüdenscheidern des Monats gemeint.

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