Heider sieht nur„leichte Konjunkturdelle“

Matthias Heider

MÄRKISCHER KREIS ▪ Der aktuelle Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung blickt auf ein für Deutschland äußerst erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Mit 3,0 Prozent Wachstum erreichte die wirtschaftliche Aktivität Deutschlands 2011 wieder das Niveau von vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008, teilte Matthias Heider, heimischer CDU-Bundestagsabgeordneter, mit. „Dass der beispiellose Einbruch der Konjunktur von minus 5 Prozent aus dem Jahr 2009 so rasch aufgeholt wird, hätte niemand vermutet“, sagte er.

Dass sich diese gesamtdeutschen Zahlen auch in Südwestfalen niederschlagen, zeigten die jüngst veröffentlichten Daten der Handelskammer und Arbeitsagentur im Märkischen Kreis. Heider: „Die Arbeitslosigkeit ist mit 6,2 Prozent erfreulich niedrig und auf der niedrigsten Dezemberquote seit zehn Jahren, die Beschäftigten- und Ausbildungszahlen sind hoch und viele Sauerländer Unternehmen verbuchen Umsatzrekorde. Zudem haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die Absenkung des Rentenkassenbeitrags und die Erhöhung der Werbungskostenpauschale sowie Verbesserungen bei Kindergeld und Kinderbetreuungskosten 2012 insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro mehr im Portemonnaie. Die Ausgangsbasis ist also sehr gut.“

Gleichzeitig benennt Heider die EU-Schuldenkrise und die prekäre Lage vieler kommunaler Haushalte als größte Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in Südwestfalen. Dies führe zu der Situation, dass trotz der guten Lage die Stimmung kippen könne: „Ich bin aber trotz dieser Risiken optimistisch, dass wir nur eine leichte Konjunkturdelle erleben. Mit prognostizierten 0,7 Prozent Wachstum weist der Wirtschaftsbericht in die richtige Richtung. Gleichzeitig zeigen wichtige Konjunkturindikatoren, wie ifo-Geschäftsklimaindex und zew-Konjunkturbarometer, wieder nach oben. Wenn Deutschland der Wachstumsmotor in Europa ist, dann wird Südwestfalen auch 2012 wieder starke Impulse dazu beitragen.“

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