Sturmtief fegt über die Stadt

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Fast komplett dicht ist dieser Kanaldeckel. Die heftigen Regenfälle haben Laub auf die Abflusslöcher geschwemmt.

Lüdenscheid - Rund 8000 Gullys gibt es laut Statistik des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) im Stadtgebiet. Regelmäßig werden sie überprüft und gesäubert. Doch zurzeit müssten die STL-Mitarbeiter an vielen Gullys und Kanaldeckeln gleichzeitig sein, um die immer wieder entstehenden, teils hohen Wasserstände auf manchen Straßenabschnitten zu verhindern.

Die heftigen Regenschauer und Windböen bis zu 80 Stundenkilometer, die immer wieder über die Stadt hinwegfegen, sorgen selbst da, wo gerade das Laub entfernt worden ist, in kürzester Zeit für neue Verstopfungen. „Wir kommen da gar nicht schnell genug hinterher“, sagt Andreas Fritz vom STL. Es gebe insgesamt 35 Bezirke im Stadtgebiet, die regelmäßig geräumt werden. „Darunter sind auch Abflüsse mit besonderer Bedeutung, die über den normalen Rhythmus hinaus häufiger gesäubert werden. Das gilt auch für die Absenkung auf der Parkstraße in Höhe des Kinos“, fügt Fritz hinzu. Dort staute sich das Wasser am späten Samstagabend besonders hoch.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten aus und mussten den Gully unter dem hohen Wasser und dem Laub erst einmal genau orten, bevor sie ihn aus der Halterung herausnehmen und das Sieb säubern konnten (wir berichteten). „Der ist erst in der letzten Woche gesäubert worden. Aber bei dem Starkregen nützt das halt alles nichts, und Straßenreinigungen sind auch nicht jeden Tag in jeder Straße. Da ist nun auch mal ein bisschen Pech dabei zu dieser Jahreszeit.“

Das Sturmtief, das am Montag über weite Teile Nordrhein-Westfalens hinwegzog, sorgte nach Angaben der Deutschen Bahn auch für Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr – zum Beispiel durch umgestürzte Bäume oder Äste. Die Bahnstrecke zwischen Hagen und Lüdenscheid war allerdings nicht betroffen.

Die Feuerwehr entfernte einen umgestürzten Baum von der Dammstraße.

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