Hausmann zu schnell und ohne „Lappen“ unterwegs

LÜDENSCHEID ▪ Zurzeit sei er Hausmann, sagt der ruhig und konzentriert auftretende Lüdenscheider (39). „Aber ab nächster Woche bin ich im Bereich Marketing tätig.“ In Hagen. Zum Glück wird das eine Tätigkeit, der er größtenteils von zu Hause aus nachgehen kann. Denn auf absehbare Zeit wird er seine Fahrerlaubnis nicht mehr zurückbekommen.

Das liegt auch an einer Fahrt, die er – ohne Führerschein und viel zu schnell – im Februar mit dem Mercedes seiner Frau unternommen hatte. Da war er auf der Sauerlandlinie zu einem Vorstellungsgespräch im Siegerland unterwegs, berichtet er. Strafrichter Thomas Kabus fragt nach: „Warum haben Sie sich nicht bringen lassen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt?“ Antwort: „Die Adresse war ziemlich abgelegen und hatte eine schlechte Verkehrsanbindung; ein Freund, der mich bringen wollte, hatte abgesagt – und da bin ich halt selbst gefahren.“

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hält den Mann trotz seines offenen Geständnisses für charakterlich nicht geeignet, ein Fahrzeug zu führen. Immerhin: Sieben Vorstrafen hat der Hausmann auf dem Kerbholz, teils einschlägig. Richter Kabus verurteilt den Angeklagten zu fünf Monaten mit Bewährung, Zahlung einer Geldbuße von 1000 Euro und einem weiteren Jahr Sperre.

omo

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