„Geboren, um zu leben“

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Piazollas „Vier Jahreszeiten“ wiesen den Weg durchs Programm – hier Dagmara Daniel.

Lüdenscheid - Weniger ein Schülervorspiel als vielmehr ein „Hauskonzert“ mit dem Schwerpunkt auf dem Thema „Tanz“ präsentierte Violinistin Dagmara Daniel unter dem Motto „Geige plus“ im Kammermusiksaal der Musikschule.

Wie ein roter Faden wiesen die „Vier Jahreszeiten“ des Tango-Spezialisten Astor Piazzolla, interpretiert durch Dagmara Daniel (Violine), Andrea Ertz (Klavier) und Wolfgang Wilke (Cello), den Weg durch das Programm. Im Rahmen der vier, über das Konzert verteilten Sätze vermittelten die Musiker treffend jene angenehm melancholische Stimmung, die typisch ist für die meisten Werke des Argentiniers. Wolfgang Wilke war für seinen Auftritt eigens aus Köln angereist.

Zwischen den vier Jahreszeiten kamen die Schülerinnen von Dagmara Daniel zum Einsatz. Den Anfang machte Giulia Bökenkamp (Violine) mit einem Walzer von Andrea Holtzer-Rhomberg, bei dem sie von Dagmara Daniel am Klavier begleitet wurde. Fröhlich und beschwingt interpretierte Jule Jacques (Violine) im Anschluss den 3. Satz „Rondo Allegro“ aus der Beethoven-Sonate op. 12 Nr. 1, D-Dur. Als einzige Bratschistin des Abends kam Isabel Thews inmitten eines Trios mit Dagmara Daniel (Violine) und Wolfgang Wilke (Cello) zum Einsatz. Die Musiker interpretierten das Thema und Variationen über das russische Volkslied „Rote Schafren“. Nach Norwegen verschlug es dagegen Wolfgang Wilke und Dagmara Daniel, die temperamentvoll und spritzig eine moderne Bearbeitung der Cembalosuite Nr. 7, g-Moll von Georg Friedrich Händel zum Besten gaben. Die Bearbeitung stammte aus der Feder des Norwegers Johan Halvorsen, der sich um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert auch als Violinist und Dirigent einen Namen machte. Schließlich widmeten sich die Musiker in ihrem Programm nicht nur der Klassik, sondern auch der Unterhaltungsmusik. Louise Görlitzer und Zoe Böhmert (beide Violine) unternahmen mit „Oh Susanna“ einen Ausflug in Country-Gefilde, bevor Louise Görlitzer, Anna-Luisa Brode (E-Geige), Jennifer Clinard (Gitarre), Hande Nayir (Gitarre) und Tibor Szücs (E-Bass) eine Band bildeten und gemeinsam den Hit „Geboren, um zu leben“ der Band „Unheilig“ zu Gehör brachten. Auch dieses Stück kam bei den Zuhörern bestens an. Im Anschluss an das gelungene Konzert bedankte sich Dagmara Daniel bei ihren Schülerinnen sowie den Gastmusikern mit kleinen Geschenken. -  bot

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