Kita-Beiträge sollen steigen

Die Kindergartenbeiträge werden laut Konzept ab 2013 angehoben: Damit nähme die Stadt jährlich eine Million Euro mehr ein.

LÜDENSCHEID - Zur geplanten Konsolidierung des Haushalts tragen auch kräftig die Eltern bei, die ihre Mädchen und Jungen in den städtischen Kindertagesstätten betreuen lassen. 2013 soll sich der Beitragsteil für die Betriebskosten von 13,5 auf 19 Prozent erhöhen.

Das sorgt pro Jahr für ein Einnahmeplus von rund einer Million Euro. Durch das beitragsfreie dritte Kindergartenjahr hält sich die Belastung nach Einschätzung der Kämmerei allerdings wiederum in Grenzen. Im Dreijahreszeitraum komme es sogar zu einer geringfügigen Entlastung.

Die laufende Anpassung der Kindergartenbeiträge an die Steigerung der Kindpauschalen, die alle zwei Jahre bei drei Prozent liegt, macht in den Jahren 2015/16 insgesamt 56 000 Euro aus, in den nächsten beiden Jahren 114.000 Euro, danach in zwei Jahren 172.000 Euro und 2021/22 insgesamt 234.000 Euro, also insgesamt auch rund 600 000 Euro. Die Beiträge für Geschwisterkinder bei einer Beitragserstattung vom Land liegen jährlich bei 40.000 Euro.

Die Elternbeiträge haben in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt. Nach einer Anhebung um 8,5 Prozent im vergangenen Jahr kam die Geschwisterkinder-Regelung dazu. Eltern, deren Kinder im dritten Kindergartenjahr nach der Gesetzesänderung beitragsfrei sind, müssen für ein weiteres Geschwisterkind in Lüdenscheid aber einen Beitrag zahlen. Mehrere Elternpaare hatten sich beschwert, weil sie sich erhofft hatten, dass sie neben dem Vorschuljahrkind auch für das Geschwisterkind keinen Beitrag zahlen müssten.

Die Mehrheit der Lüdenscheider Ratsvertreter begründete ihre Entscheidung jedoch damit, dass die Stadt bei den Gebühren für die Kitas schon in der Vergangenheit nicht den gesetzlichen Rahmen ausgeschöpft habe. So müssten die Elternbeiträge eigentlich 19 Prozent der Betriebskosten abdecken, die Stadt erhebe aber nur 13,5 Prozent. Außerdem stelle die Stadt jährlich 500 000 Euro für die freien Träger bereit, um die Vielfalt an Angeboten zu sichern. - Martin Messy

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