Harte Einschnitte bei der Kultur

Für die Städtische Galerie ist die Stiftung Crummenerl mit 7500 Euro jährlich bereits ins Sicherungskonzept eingerechnet.

LÜDENSCHEID - Ob Musikschule, Kulturhaus, Stadtbücherei, Museum oder VHS – die Nutzer müssen in den nächsten Jahren mit harten Einschnitten rechnen – sei es durch steigende Gebühren oder begrenzte Öffnungszeiten.

So sieht der Konsolidierungskurs zum Beispiel vor, dass durch einen weiteren Schließungsart bei der Stadtbücherei ab 2019 nach und nach drei Stellen eingespart werden. Vier halbe Stellen könnten nach Vorschlag aus dem Rathaus durch die Reduzierung der Öffnungszeiten an Brückentagen oder in den Schulferien, bzw. bei Veranstaltungen abgebaut werden. Eine Verminderung der Wochenöffnungszeit um zwei Stunden oder ein Wegfall der halben Stelle für Erinnerungen oder die Streichung der Fernleihe hätten ebenfalls diesen Spareffekt. Auch der Medienetat soll ab 2013 Jahr für Jahr um 10.000 Euro reduziert werden.

Für Ertragsverbesserungen müssen sich die Nutzer, folgt der Rat den Vorschlägen aus dem Rathaus, auf eine stufenweise Erhöhung der Gebühren einstellen, eine Reduzierung der Ermäßigungsregelungen oder eine Erhöhung der Säumnisgebühren und höhere Beträge für Mahnungen.

Einschränkungen bei den Öffnungszeiten im Museum und der Städtischen Galerie sind ebenso Bestandteil des Sparpakets wie die Reduzierung der Anzahl der Aufsichtskräfte oder der Verzicht auf eine Hausmeisterstelle. Letztere Maßnahme gelte aber erst 2020.

Personalkosten sollen auch im Kulturhaus durch Verzicht auf Wiederbesetzungen von Stellen nach dem Auslaufen von Zeitverträgen eingespart werden. Eine Reduzierung des Spielbetriebs brächte ab 2013 eine jährliche Ersparnis von 40 000 Euro. Auch eine Anhebung der Eintrittspreise auf alle Karten um 50 Cent, mindestens aber im Durchschnitt schlägt die Kämmerei ab dem kommenden Jahr vor. Das kalkulieren die Rechenexperten mit jeweils 20.000 Euro zusätzlichem Ertrag pro Jahr ein.

Bei der Volkshochschule sollen sämtliche nicht kostendeckend durchgeführten Veranstaltungen nicht mehr angeboten werden, zudem Fahrtkosten für Kursleitungen aus dem Märkischen Kreis nicht mehr erstattet werden. Ab 2015 soll es zudem keinen externen Qualitätsbeauftragten mehr geben: Kostenersparnis jährlich 4500 Euro. Mit der organisatorischen Zusammenlegung von Musikschule und VHS soll in zehn Jahren eine Leitungsstelle eingespart werden, im Bereich der Verwaltung eine halbe Stelle. - my

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