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Hausbewohner unter Quarantäne: Mann zündet sein Zimmer an - Großbrand im MK

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Von: Stefan Herholz

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Der Prozess gegen einen 29-jährigen Lüdenscheider vor dem Landgericht Hagen beginnt am Montag, 25. Oktober, um 9.30 Uhr im Saal 247.
Der Prozess gegen einen 29-jährigen Lüdenscheider vor dem Landgericht Hagen beginnt am Montag, 25. Oktober, um 9.30 Uhr im Saal 247. © Bernd Thissen/dpa

Gegen einen 29-jährigen Mann aus Lüdenscheid wird ab kommenden Montag, 25. Oktober, wegen schwerer Brandstiftung ein sogenanntes Sicherungsverfahren vor dem Landgericht Hagen durchgeführt.

Lüdenscheid – Gegen einen 29-jährigen Mann aus Lüdenscheid wird ab kommenden Montag, 25. Oktober, wegen schwerer Brandstiftung ein sogenanntes Sicherungsverfahren vor dem Landgericht Hagen durchgeführt. Der Beschuldigte soll in der Nacht zu Karfreitag aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung Papier und ein Kissen im Badezimmer und im Schlafzimmer seiner Wohnung an der Schützenstraße angezündet haben. Durch den Brand soll die gesamte Wohnung unbewohnbar geworden sein.

Schlimmeres konnte dadurch verhindert werden, dass ein Passant das Feuer um kurz nach 3 Uhr gesehen und die Feuerwehr gerufen hatte. Durch die Löscharbeiten wurde eine Ausbreitung des Feuers auf das übrige Haus verhindert. Der 29-Jährige war mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Auch die weiteren Bewohner, die sich zum Teil in Corona-Quarantäne befanden, mussten das Gebäude verlassen und konnten laut Pressestelle der Stadt Lüdenscheid erst am Samstagnachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren.

Schuldunfähigkeit nicht auszuschließen

Nach psychiatrischer Begutachtung geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass eine Schuldunfähigkeit des 29-jährigen Beschuldigten nicht auszuschließen sei, er jedoch aufgrund seiner schweren psychischen Erkrankung für die Allgemeinheit gefährlich sei. Mit dem vom Gericht zugelassenen Antrag möchte sie daher dessen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus erreichen.

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft. Er steht unter gesetzlicher Betreuung und ist vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage. Der Prozess vor dem Landgericht Hagen beginnt am Montag um 9.30 Uhr im Saal 247.

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