Haus 4 wird entkernt für die Jugendpsychiatrie

LÜDENSCHEID ▪ Erst Senioren, bald Kinder und Jugendliche – das Haus 4 auf dem Gelände des Klinikums hat vielseitige Nutzungsmöglichkeiten, die allerdings auch ihren Preis haben. Für 3,9 Millionen Euro wird das Gebäude derzeit komplett entkernt und auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner zugeschnitten.

Im Mai kommenden Jahres sollen die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Michael-Ende-Schule, eine städtische Bildungseinrichtung für Kranke, von der Hohfuhrstraße auf den Campus in Hellersen umziehen. „Die Arbeiten sind im Zeitplan“, so der stellvertretende technische Leister des Klinikums, Dietmar Günther. „Das Gebäude muss allerdings fast entkernt werden, denn die ehemalige und die künftige Nutzung sind überhaupt nicht miteinander vergleichbar.“ 24 junge Menschen werden ab Frühjahr stationär aufgenommen, weitere zwölf werden in der Tagesklinik behandelt.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie wie auch die Ende-Schule im ehemaligen Wohnheim sind die beiden letzten Einrichtungen des Klinikums an der Hohfuhrstraße. Ist ihr Umzug abgeschlossen, dann ist das gesamte Areal frei. „Eine Folgenutzung ist aber weit und breit noch nicht in Sicht“, so Günther, der beim Klinikum für die Bereiche Planen, Bauen und Liegenschaften zuständig ist. „Konkretes ist derzeit nicht absehbar.“ Einzig die Dialyse in unmittelbarer Nachbarschaft des freiwerdenden Areals wird dort weitergeführt.

Die Räumung des Standortes an der Hohfuhrstraße begann im Frühjahr 2007 mit dem Umzug der Kinderklinik ins Haupthaus in Hellersen. Das Kerngeschäft an zwei Standorten in der Stadt zu unterhalten, sei wirtschaftlich nicht vertretbar, hieß es zur Begründung. Für einen Wechsel hatte sich vor mehreren Jahren auch das eingeschaltete Gutachterbüro „Siemens Medical Solutions Health Service GmbH“ ausgesprochen.

Mit dem Auszug der Senioren aus Haus 4 in das neue Zentrum nur wenige hundert Meter weiter im Mai dieses Jahres begannen die Umbauarbeiten für die Psychiatrie. Die Märkischen Kliniken nehmen reichlich Baugeld in die Hand: 6,5 Millionen Euro fürs Seniorenzentrum, 3,9 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und 700 000 Euro fürs Parkdeck.

- Bernd Eiber

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