Haus Wiedenhof wird Teil der Lichtrouten 2013

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Tom Groll, Jörg Marré, und Bettina Pelz freuen sich über die Unterstützung aus dem Haus Wiedenhof, für das Alexander Schmid, Kara Kempklens, Arne Schulz und Franz Hochschuh (v.l.) an der Organisation teilnehmen.

lüdenscheid - Das Haus Wiedenhof ist ein markantes Gebäude im Lüdenscheider Stadtbild mit einer langen Geschichte: Damit passt es perfekt in das Konzept der Lichtrouten 2013. Es soll einer der 21 Orte für die Installationen der internationalen Künstler sein, die vom 27. September bis zum 6. Oktober einmal mehr die „Stadt des Lichts“ in ein besonderes Licht tauchen werden. Robert Sochacki aus Polen soll dort eine Installation aus stehenden und bewegten Bilder realisieren.

Wie diese genau aussehen wird, konnten die Lichtrouten-Kuratoren Tom Groll und Bettina Pelz noch nicht sagen – das unterliegt der Gestaltung des Künstlers. Aber die Freude darüber, dass der Wiedenhof ein Teil der Lichtrouten werden soll, ist auf beiden Seiten groß. Im gemeinsamen Pressegespräch mit Arne Schulz, Leiter der Einrichtung für Drogenrehabilitation, und Mitgliedern seines Teams, betonte Jörg Marré. Geschäftsführer der Lüdenscheider Stadtmarketing-Gesellschaft (LSM) als Veranstalter, dass das Gebäude nicht nur inhaltlich sehr gut zum Konzept passe, sondern auch einen besonderen Standort habe, direkt am Eingang zum sich massiv wandelnden Bahnhofsquartier.

Das wird ein Aspekt der diesjährigen Lichtrouten sein, wie Bettina Pelz sagt: Lüdenscheid als sich verändernde Stadt soll bei der Auswahl der Objekte in den Blick gerückt werden. Das gilt zum einem im Hinblick auf die Historie, die sich nicht zuletzt auch in der Geschichte des Hauses Wiedenhof dokumentiert. Das weitläufige Gut selbst habe einst am Stadtrand gelegen und schließlich im 19. Jahrhundert Raum geboten für die industrielle Entwicklung. Das Haus selbst ist bekanntlich seit 1889 in christlicher Hand und wurde unter anderem als Herberge genutzt, bis 1975 die Freie christliche Jugendgemeinschaft mit ihrer Drogenrehabilitation dort einzog. Auch die jüngere Stadtentwicklung rückt in den Fokus. Denn seit den ersten Lichtrouten 2002 habe sich Lüdenscheid insbesondere in der Innenstadt stark gewandelt, erklärt Bettina Pelz. Gleichzeitig werden 100 Jahre Lichtkunst thematisiert, da 1913 der erste abstrakte Film gedreht worden sei. Die Lichtrouten stehen unter dem Motto „Die Kunst der Projektion“.

Für Tom Groll, der die technische Seite koordiniert, ist der Standort noch aus einem anderen Grund besonders: Die Illumination der Fassade wird von Parkplatz der Polizei aus erfolgen. Ein ausdrücklicher Dank gilt daher der Polizeibehörde des Märkischen Kreises, die für die Dauer der Lichtrouten auf eine ihrer Parkbuchten verzichtet. Das sei ein Hinweis darauf, wie viele Akteure hinter den Lichtrouten stehen. Dazu zählen auch die vielen Ehrenamtlichen, die sich seit Monaten auf ihre Arbeit vorbereiten und unter anderem auch am Wiedenhof für die Diskussion mit den Betrachtern des Kunstwerkes zur Verfügung stehen werden. Diese Offenheit bei Bürgern und Institutionen für das Projekt Lichtrouten sei „sehr schön zu sehen“, sagt Groll. - Von Bettina Görlitzer

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