Haus St. Josef GmbH baut neue Kita und Wohngruppe in Lüdenscheid

Neue Kita für Lüdenscheid

Am Hüttenberg entsteht eine neue Kita. Im Bild (von links) Jörg Fengels, Ursula Speckenbach, Nathalie Kompernaß, Nicole Gabriel, Lutz Lüsebrink und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer
+
Im Frühjahr soll mit dem Bau der neuen „Kita Hüttenberg“ sowie einer Wohngruppe in Trägerschaft des Haus St. Josef begonnen werden.

Das markante Gebäude im Stadtteil Gevelndorf ist bereits abgerissen, derzeit erinnern nur noch ein paar Spielgeräte an die ehemalige Kita St. Hedwig. Doch schon bald wird dort eine neue Kita entstehen.

Das markante Gebäude im Stadtteil Gevelndorf wurde bereits dem Erdboden gleichgemacht, die Bauvoranfrage ist gestellt, die Planungen sind abgeschlossen: Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt, dann soll im Februar mit dem Bau der neuen „Kita Hüttenberg“ begonnen werden.

Zur Freude von Jörg Fengels und seiner Mitstreiter von der Haus St. Josef GmbH, die, wie berichtet, die Trägerschaft der neuen Kita übernehmen wird. „Das ist schon eine Riesen-Herausforderung. Eine Kita ist noch einmal etwas ganz anderes als die stationäre Arbeit, die wir können“, zeigt sich Fengels dankbar über das Team aus erfahrenen Mitarbeitern.

Rückblende: Im Sommer 2018 hatte der Kita-Zweckverband im Bistum Essen die Kita St. Hedwig aufgegeben. Plante zunächst die Stadt eine Weiterführung der Einrichtung, stellten sich die Bauschäden und die damit einhergehenden Sanierungskosten als zu groß und unverhältnismäßig heraus. Daraufhin hatte sich die Gemeinde St. Medardus, Gesellschafterin des Haus St. Josef, entschieden, selbst weiterhin ein Angebot für Kinder und Familien aufrechtzuerhalten.

Vier Gruppen für 75 Kita-Kinder und eine Wohngruppe

Geplant ist nun der Bau einer dreigeschossigen Kita, in der – voraussichtlich ab dem Kita-Jahr 2022/23 – 75 Kinder in vier Gruppen betreut werden sollen. Das Besondere: „Neben der Kita wird eine neue Wohngruppe entstehen, ein stationäres Angebot des Haus St. Josef, für Kinder ab vier Jahren“, verweist Fengels darauf, dass derzeit nur Kinder ab sechs Jahren aufgenommen werden können. „Dadurch erhoffen wir uns natürlich auch Synergieeffekte.“

Bio, fair, nachhaltig – diese Leitsätze des Haus St. Josef sollen sich sowohl baulich als auch pädagogisch in der neuen Kita widerspiegeln – sei es in Form einer Photovoltaik-Anlage, einer Holzpellet-Heizung, einer Ladestation für E-Autos oder in selbstgekochten Mahlzeiten. „Das sind unsere Pläne, aber die müssen am Ende natürlich auch in einem vernünftigen Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit stehen.“

Insgesamt investiert das Haus St. Josef etwa drei Millionen Euro in den neuen Standort, etwa zwei Drittel davon kommen aus Landesmitteln.

Personalbesetzung als große Herausforderung

Eine größere Herausforderung als den Neubau an sich sieht Fengels in der Gewinnung des Personals: Allein für die Kita werden 15 neue Mitarbeiter benötigt, für die Wohngruppe weitere fünf. „Aufgrund des großen Fachkräftemangels beginnen wir schon jetzt mit den Planungen zur zukünftigen Personalbesetzung.“

Eine erste Entscheidung dazu ist bereits getroffen: Lutz Lüsebrink, der seit neun Jahren mit seiner Frau die Außenwohngruppe des Kinderheims Haus St. Josef in Brüninghausen betreut, wird die Leitung der neuen Kita übernehmen.

Für die Stadt trage der Bau der neuen Kita zu einer erheblichen Entlastung im Hinblick auf die Betreuungskapazitäten bei, betont Fachdienstleiterin Ursula Speckenbach. „Unsere städtische Kita in Gevelndorf bekommt den derzeitigen Wegfall durchaus zu spüren“, verweist sie auf zahlreiche Anmelde-Anfragen. „Die neue Kita wird den Stadtteil erheblich entlasten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare