Haus auf Gift-Boden abgerissen - Chrom-6 ist noch in der Erde

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Das Haus auf dem Giftboden an der Friedrichstraße 11 ist abgerissen. 

Die Mitte Juli begonnenen oberirdischen Rückbauarbeiten des Grundstückes an der Friedrichstraße 11 sind abgeschlossen.

Lüdenscheid – Im Auftrag des Verbandes für Flächenrecycling und Altlastensanierung und in Abstimmung mit dem Märkischen Kreis sowie der Stadt Lüdenscheid wurden die Arbeiten durchgeführt. Lediglich kleinere Abschlussarbeiten stehen in den nächsten Tagen noch an, erklärt Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid. 

Zudem sind im hinteren Bereich des Grundstücks einige offene Stellen mit einer Folie abgedeckt, damit der Unterboden vorerst geschützt ist. Vor dem Abriss fand zunächst eine Entkernung und Sanierung des Gebäudes statt, bei der Schadstoffe wie Asbest und künstliche Mineralfasern fachgerecht entsorgt wurden. 

Der Abriss des Hauses war nötig, da der Boden und das Grundwasser des Grundstückes mit Chromverbindungen, darunter das sehr giftige Chrom VI, sowie Per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind

Die Belastungen wurden durch den dort von 1975 bis zur Insolvenz 1995 ansässigen Betrieb der ehemaligen Galvanik Schweitzer verursacht. Erst durch den Kauf durch die Stadt vor knapp drei Jahren war es nun möglich, die Sanierung des Grundstücks voranzutreiben. 

Erst im nächsten Jahr weitere Arbeiten 

Im nächsten Schritt werden ergänzende Untersuchungen des Untergrundes vorgenommen, um festzustellen, wie die Schadstoffe aus dem Boden entfernt werden können. Ein Gutachter wurde bereits beauftragt, einen Sanierungsplan mit einer dazugehörigen Kosteneinschätzung aufzustellen. 

Die Ergebnisse und Auswertungen dauern bis Ende des Jahres an. „Im Anschluss wird der Sanierungsplan im Rat und Ausschuss vorgestellt. Bis dahin wird an der Baustelle nicht weitergearbeitet“, erläutert Schulte.

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