Haus Elisabeth erhält Note „Gut“ durch den MDK

Schwester Yvonne Jüttner hilft Bewohnerin Hildegard Bächer beim Trinken – nur eine von vielen Hilfestellungen, die das Pflegepersonal im Haus Elisabeth täglich leistet. Dafür wurde die Einrichtung jetzt vom MDK mit der Note 2,2 bewertet.

LÜDENSCHEID ▪ Das Caritas-Altenheim Haus Elisabeth ist vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit der Note 2,2 beurteilt worden. Damit wurde es erheblich besser benotet als 2009, als der MDK eine 3,4 vergab.

In allen beurteilten Bereichen machte das Haus Elisabeth Boden gut – am deutlichsten beim „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“, wo es vor knapp zwei Jahren die Note 5 gab und jetzt eine 1,6. Aber auch bei der „Pflege und medizinischen Versorgung“ und der „sozialen Betreuung und Alltagsgestaltung“ erhielt das Altenheim eine bessere Benotung.

Neue Konzepte und organisatorische Veränderungen sorgten nach Angaben von Einrichtungsleiter Carsten Brinkmann für die deutliche Verbesserung des Notendurchschnitts – und vor allem eine viel intensivere Dokumentation. „Wir htten unsere Leistungen bei der ersten Überprüfung durch den MDK zu wenig oder gar nicht dokumentiert“, erklären die Qualitätsbeauftragte Iris Hacker-Maack und Pflegedienstleiterin Christine Konrad. Die beiden führten daher gezielte Fortbildungen und Qualitätszirkel durch. Der MDK prüfe das vorhandene Konzept, dessen Umsetzung und die Dokumentation von beidem. „Natürlich haben wir uns auch vorher um unsere demenzkranken Bewohner gekümmert, aber dabei die Dokumentation vernachlässigt.“ Daher sei der Bereich so schlecht benotet worden.

„Bei der Überprüfung 2009 wurde dem Haus Elisabeth attestiert, die Bewohner seien sehr gut gepflegt“, fügt Caritasdirektor Hans-Werner Wolff hinzu. Die Dokumentation der Pflegeplanung und die ständige Aktualisierung je nach dem Zustand der Bewohner ist aber ebenso wichtig. Carsten Bringmann spricht von Gratwanderung zwischen guter Versorgung und Dokumentation. Natürlich koste dies Zeit. Durch strukturelle Veränderungen habe man einen Zeitkorridor geschaffen, damit das Pflegeteam beides gewährleisten könne. 35 Pflegekräfte kümmern sich zurzeit um 86 Bewohner mit unterschiedlichen Pflegestufen. Hinzu kommen Mitarbeiter des sozialen Dienstes.

Ihnen allen gilt das dicke Lob von Hans-Werner Wolff, denn: „Für mich ist die wichtigste Einzelnote die, die sich aus der Befragung der Bewohner ergibt, und die haben uns ein ‚Sehr gut‘ gegeben, das leider nicht in die Gesamtnote einfließt. In ihrer Benotung kommt die menschliche Atmosphäre im Haus zum Ausdruck, und dafür sorgt das gesamte Team, das hier Tag für Tag arbeitet.“

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