Mittwoch Infoveranstaltung

Hauptschule nur als Puffer für Flüchtlingsunterbringung

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Antonios Samouilidis, Geschäftsführer der Firma Feldpausch und fünffacher Familienvater, hat jede Menge Kleidung und Spielzeug für Flüchtlingskinder gespendet. „Ich habe ja genug vom Baby-Alter bis zum Jugendlichen“, sagt er. Auch Mitarbeiter seiner Firma machten bei der Spendenaktion mit.

Lüdenscheid - Die ehemalige Albert-Schweitzer-Hauptschule ist erst einmal wieder abgeschlossen. „Die 63 Flüchtlinge, die am Montagabend kamen, benötigten für eine Nacht ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Das haben die Johanniter organisiert. Am Dienstagmorgen sind die Flüchtlinge dann in die Hermann-Gmeiner-Schule gebracht worden“, teilte Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn mit.

Die ehemalige Hauptschule werde keine zweite Notunterkunft für Flüchtlinge, erklärte zudem Bürgermeister Dieter Dzewas am Dienstag. Das sei aufgrund baulicher Probleme gar nicht möglich. Sie könne lediglich als Puffer dienen, der unter Umständen gelegentlich gebraucht werde.

Dieser Puffer war nach Angaben von Johanniter-Einsatzleiter Christopher Tomaszik am Samstag gemeinsam mit THW und DRK mit 90 Feldbetten eingerichtet worden. Die Flüchtlinge kamen am Montagabend so spät, dass die erforderliche Erstuntersuchung nicht mehr möglich war.

Um im Falle einer Erkrankung Ansteckungen zu vermeiden, wurden die Flüchtlinge an der Kaiserallee vorübergehend untergebracht, um am Dienstagmorgen gleich per DRK-Shuttle-Busse zum Röntgen und Impfen gebracht zu werden. „Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen klappt nach wie vor optimal“, betonte Tomaszik. Aus der Hermann-Gmeiner-Schule wurden am Dienstag mehr als 60 Flüchtlinge bundesweit verteilt, so dass wieder genügend Platz für Nachzügler war.

Dem grundsätzlichen Informationsbedarf in der Nachbarschaft der Albert-Schweitzer-Schule kommt die Stadt- verwaltung Mittwoch am frühen Abend mit einer Veranstaltung um 18.30 Uhr im Gemeindezentrum der Kreuzkirchengemeinde an der Worthstraße nach.

Bürgermeister Dieter Dzewas appellierte zudem an die heimischen Bundestagsabgeordneten Petra Crone (SPD) und Dr. Matthias Heider (CDU), sich weiter dafür einzusetzen, dass möglichst viel Geld zur Ausstattung von Sprach- und Integrationskursen in Lüdenscheid ankomme. Der Bund stellt zusätzlich sechs Milliarden Euro für Flüchtlinge zur Verfügung, hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärt, drei Milliarden davon für Länder und Kommunen.

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