„SKD-Transporte“ plant Neubau an Rosmarter Allee

Hasan (r.) und Hüseyin Tasyürek, Inhaber des Kurierdienstes SKD-Transporte, planen mittelfristig einen Neubau im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart.

LÜDENSCHEID ▪ Mit einem Transporter, zwei Fahrern und einem kleinen Büro fing vor 14 Jahren alles an. Das kleine Büro an der Werdohler Straße gibt es auch heute noch – doch ansonsten hat sich für die Brüder Hasan und Hüseyin Tasyürek viel verändert.

Ihr Transportunternehmen SKD hat heute etwa 35 Mitarbeiter und eine Fahrzeugflotte von 30 eigenen Wagen – vom Caddy über den Sattelzug bis zum Kühlfahrzeug. Nun möchten sich die Unternehmer erneut verändern und planen einen Neubau im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart.

Einen siebenstelligen Betrag wollen die Brüder in die Hand nehmen, um einen neuen Standort an der Rosmarter Allee für ihren Kurierdienst zu schaffen: „Denn unsere derzeitige Lagerhalle an der Gutenbergstraße ist für die Zukunft in jedem Fall zu klein“, erzählen die Lüdenscheider im LN-Gespräch. Mittelfristig geplant seien auf dem 4700 Quadratmeter großen Grundstück eine Lagerhalle sowie ein Bürotrakt, in dem alle Fahrzeuge und Mitarbeiter eine neue Arbeitsstätte finden sollen. Und auch der Einstieg in die kommerzielle Lagerhaltung, also die zeitlich begrenzte Vermietung von Lagerflächen, sei dann möglich.

Dass ihre Selbstständigkeit in kürzester Zeit solchen Erfolg haben würde, war selbst für die Brüder überraschend. Zunächst selbst als Berufskraftfahrer angestellt, hatten die Tasyüreks schnell so viele Kontakte geknüpft, dass sie ihr eigenes Kurierunternehmen gründen konnten: Am 15. Dezember 1999 startete SKD-Transporte mit zwei Fahrzeugen, die die Brüder selbst fuhren. „Unsere Arbeit hat sich herumgesprochen, die Anzahl der Aufträge nahm konstant zu“, erzählen die Lüdenscheider, die nach eigener Aussage großen Wert auf Zuverlässigkeit, gepflegte Fahrzeuge und Fahrer, Flexibilität sowie ständige Erreichbarkeit legen. „Je nach benötigter Fahrzeugart handeln wir innerhalb einer Stunde.“

Mittlerweile ist SKD-Transporte bundes- und europaweit aktiv – vor allem für die Automobil- und Elektronikbranche –, verfügt über modernste Ausstattungen wie GPS, digitale Fahrtzeitenüberwachung sowie Sendungsverfolgungen und wurde bereits vor zehn Jahren zertifiziert. Seit 2008 ist das Unternehmen zudem Mitglied in dem europaweit tätigen Kurier-Netzwerk Profex und bildet selbst aus: Von den 35, zum Teil langjährigen Mitarbeitern, die in vier Sprachen agieren, sind sechs noch in der Ausbildung.

Allein in diesem Jahr sollen vier neue Azubis bei SKD eingestellt werden. „Wenn wir denn Interessenten für den Beruf des Berufkraftfahrers finden“, so die Brüder weiter. Zwar fehlten bundesweit tausende Fahrer, doch leider gebe es nach wie vor große Vorbehalte gegenüber dem Beruf. Das erfuhren die Tasyüreks unter anderem auf der Lüdenscheider Ausbildungsmesse im Kulturhaus, als sie junge Menschen – auch solche ohne große Perspektiven – für ihre Branche begeistern wollten. „Der Beruf hat immer noch ein schlechtes Image, und das obwohl die gesetzlichen Bestimmungen verschärft wurden und man von dem Gehalt gut leben kann.“

Und so wollen die Brüder auch in Zukunft für „ihre“ Branche werben und weiterhin in die Ausbildung im Unternehmen setzen – „vielleicht sogar mit einem eigenen Ausbildungszentrum am neuen Standort.“ ▪ kes

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