Haribo bezahlt die Werbungs-Show

Ein Stück deutsche Firmengeschichte lädt mit „Haribo“ zu tiefen Einblicken ein.

LÜDENSCHEID – Rechtzeitig sollte man kommen, em-pfiehlt Dr. Eckhard Trox, Leiter der Museen Lüdenscheids, mit Blick auf den kommenden Sonntag. Das Familienprogramm rund um die Eröffnung der Haribo-Ausstellung beginnt um 11 Uhr, Parkplätze sind rar, die Sauerfelder Straße ist gesperrt und das Interesse groß. Beste Voraussetzungen also für einen gleichermaßen vergnüglichen wie interessanten und lehrreichen Tag am Sauerfeld. „Parkplätze stehen am Nattenberg-Stadion zur Verfügung, von dort aus gibt es einen Shuttle-Verkehr“, erläutert Trox im LN-Gespräch, „die Sauerfelder Straße wird gegen acht Uhr morgens gesperrt und ist gegen 18 Uhr wieder befahrbar.“

Dazwischen tut sich Einiges im Schatten des Kulturhauses. Der Promotion-Truck der Firma Haribo wird anrollen, dort eröffnen Bürgermeister Dieter Dzewas, Dr. Hans Riegel als Geschäftsführer der Haribo GmbH sowie Dr. Trox selbst das Programm, bevor Entertainer Thomas Gottschalk die Haribo-Modenschau moderiert. DJ Ötzis Auftritt ist für 14 Uhr vorgesehen. „Beide haben einen Vertrag mit Haribo, ich gehe also davon aus, dass sie kommen“, legt Dr. Trox Wert auf die Feststellung, dass das gesamte Entertainment der Ausstellungseröffnung sowohl von Haribo inszeniert als auch in sechsstelliger Höhe finanziert wird: „Ich lege keine Zahlen auf den Tisch, aber der Blick in den Haushalt steht jedem Bürger frei. Die Ausstellung selbst wird von uns im Rahmen unseres Etats finanziert wie jede andere. Auch die Werbung auf den Bussen zahlt zum Beispiel Haribo.“

Inzwischen sind die meisten Exponate der Ausstellung, die die lange Firmengeschichte des Süßwarenherstellers zeigt, aufgebaut. Eingeräumt ist auch der Haribo-Shop im Glasbau: „Das war Bestandteil des Vertrages, aber wir sind als Museum an dem Verkauf dort beteiligt.“ Trox weist darauf hin, dass die Show am Sonntag für die Besucher kostenlos ist, der Eintritt in die Ausstellung allerdings nicht. Ab 14.30 Uhr kann sich jeder Besucher ein Bild davon machen, wie vor hundert Jahren Gummibärchen & Co gekocht wurden, wie die Lieferfahrzeuge aussahen und wie sich die Produktion entwickelt hat. Hier gelten die Eintrittspreise, die im Einzelnen im Internetauftritt http://www.haribo-luedenschied.de zu finden sind.

Die letzten Vorbereitungswochen waren anstrengend und bargen viele technische und aufwändige Details, die die Besucher der Ausstellung nicht sehen werden. „Wir werden durch diese Ausstellung erhebliche Einnahmen erwirtschaften. Ich hoffe, dass die Ausstellung für Lüdenscheid einen Marketing-Gewinn erbringt und wir viele Familien von außerhalb begrüßen können“, freut sich der Museumsleiter auf den kommenden Sonntag. Die Ausstellung wird im Anschluss bis zum 1. Mai mit einem begleitenden museumspädagogischen Programm zu sehen sein.   - rudi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare