Handy-Sammelbox an Reichwein-Gesamtschule

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Andreas Fritz (l.), Technischer Betriebsleiter beim STL, übergab die Elektroschrott-Sammelbox persönlich an die Klasse 7.5, Er bedankte sich für die beeindruckende Art und Weise, wie die Jungen und Mädchen ihre Bitte an den STL herangetragen haben.

Lüdenscheid - Der beeindruckende Einsatz der Klasse 7.5 der Adolf-Reichwein-Gesamtschule (ARG) könnte dazu führen, dass bald an vielen Lüdenscheider Schulen Sammelbehälter für Handys stehen. Denn der STL zeigte sich von der Schüler-Bitte nach Aufstellung einer Sammelbox an der ARG so begeistert, dass er sich gleich an die städtische Schulverwaltung wandte, um eine Ausweitung dieser Sammelidee zu erreichen.

Vor allem die Art und Weise, wie die Schüler im März ihren Wunsch an den STL herantrugen, beeindruckte die Werkleitung mächtig. Die Jungen und Mädchen schrieben nämlich nicht nur einen Brief, in dem sie ihre Bitte nach einer Sammelbox begründeten, sondern legten jeder noch eine Zeichnung oder Collage bei, mit der sie ihr Anliegen untermauerten. Und als der STL die Bitte erfüllte, gab’s umgehend noch eine große Dankeschön-Collage der Schüler obenauf.

„Deshalb möchte ich mich heute persönlich bei euch bedanken“, erklärte Andreas Fritz, Technischer Betriebsleiter beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL), am Freitag bei der Übergabe der Sammelbox in der Schule. „Damit ihr seht, wie gut wir eure raketendolle Idee finden, haben wir einen passenden Sammelbehälter ausgesucht – eben in Form einer Rakete.“

Die Schüler zeigten sich erfreut, verheimlichten aber nicht, dass sie sehr erstaunt darüber gewesen seien, dass der STL ihren Wunsch erfüllt habe. Sie hätten nicht geglaubt, dass sie ernst genommen werden – „wir sind doch nur Kinder“. Fritz sagte dazu, dass er ihr Anliegen sehr ernst nehme und sich riesig auch über die Dankeschön-Collage gefreut habe. „Die hängt jetzt bei mir im Büro.“

Auf die Idee kamen die Schülerinnen und Schüler nach einem Besuch von Michael Lücker, Umweltberater der Verbraucherzentrale, im Wirtschaftslehre-Unterrichtihrer Lehrerin Eva Schmitz-Beuting. Er informierte sie über das Thema „Elektroschrott“. In ihrem Brief an den STL schreiben sie unter anderem, dass sie dabei erfahren haben, dass der Abbau vieler Metalle umweltschädlich sei, in Südafrika Bauern von ihrem Land vertrieben werden, in Indonesien Regenwälder abgeholzt und Elektroschrott aus Europa zum Beispiel in Afrika von Kindern ab acht Jahren auseinander genommen werden muss. „Dabei können sie sich verletzen und giftige Dämpfe einatmen und davon krank werden. Es tut uns leid, dass die Kinder durch unsere Handys krank werden und nicht zur Schule gehen können.“ Deshalb wollten sie jetzt in ihrer Schule Handys und andere Elektroschrott-Kleinteile sammeln.

Fritz betonte, dass der vom STL gesammelte Elektroschrott nur von zertifizierten Fachbetrieben in Deutschland ordnungsgemäß und umweltschonend recycelt werde.

Schulen, die Interesse an einer Sammelbox haben, können sich an den STL, Tel. 0 23 51/3 65 20 wenden, oder an Kerstin Kotziers, städtische Fachdienstleiterin Schule, Tel. 0 23 51/17 16 81.

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