Lüdenscheiderin darf fremdsprachigen Vornamen annehmen

Hamm/Lüdenscheid - Eine Lüdenscheiderin, die nach Deutschland eingewandert ist, darf ihren Vornamen wechseln, auch wenn der neue Name in den heimischen Ohren fremd klingt. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden und damit in einem Grundsatzurteil die Regeln bei der Namenswahl gelockert.

In einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss hatte das OLG einer aus dem Libanon stammenden Frau zugestanden, ihren bislang männlichen Vornamen "Ihab" in "Riham" (weiblich) zu ändern. Diesen Wunsch hatten das Standesamt in Lüdenscheid und das Amtsgericht in der ersten Instanz abgelehnt und auf einem in Deutschland gebräuchlichen Vornamen gepocht.

Das Gericht in Hamm stützte sich bei der Entscheidung auf neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts. Demnach ist auch die Wahl eines neuen fremdsprachigen Vornamens erlaubt, so lange die allgemein geltenden Grundsätze des deutschen Namensrechts nicht verletzt werden (Az.: 15 W 288/13). - MZV

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