Halloween: Hier steht das Lüdenscheider Grusel-Haus

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Alles ist bereit: Andrea Müller und Michael Bayer haben sich eine Woche Urlaub genommen, um ihre Wohnung für Halloween herzurichten.

Lüdenscheid - Blutrote Wände, an denen riesige Spinnweben hängen, rote Fußabdrücke auf dem Boden, Skelette und einzelne Knochen, die von der Leine hängen, blutüberströmte abgelöste Hände und Füße, die überall herum liegen sowie gruselige Figuren mit einem blutverschmierten Messer und anderen Utensilien begrüßen die Besucher von Andrea Müller und Michael Beyer bereits im Flur ihrer Wohnung am Vogelberg.

Wer in diesen Tagen das Heim der beiden betritt, taucht in eine Welt voller Grusel und Horror ab. Eben genau passend zu Halloween.

Jedes Jahr geben die beiden Lüdenscheider sich viel Mühe, ihre Wohnung und das Grundstück zu diesem Ereignis entsprechend zu dekorieren. „Wir nehmen uns dazu extra eine Woche Urlaub“, berichtet Andrea Müller. Und obwohl sie erst am Samstag begann zu dekorieren, fing die eigentliche Arbeit schon viel früher an. Am Ende des Sommers wurden bereits Ideen für ein Motto gesammelt und Überlegungen angestellt, wie diese umzusetzen sind. Denn jedes Jahr gibt es ein neues Motto.

Während sich im vergangenen Jahr alles um die Fernsehserie Walking Dead drehte, werden dieses Jahr Horrorfilme thematisiert. Ob Hannibal Lecter, der Serienmörder aus dem Film Das Schweigen der Lämmer, Freddy Krueger aus A Nightmare on Elm Street, Michael Mayer aus der Filmreihe Halloween, Figuren aus Scary Movie oder der Clown aus Es – sie alle sind derzeit in der Wohnung von Andrea Müller und ihrem Mann vorzufinden.

Angefangen hat alles vor rund sechs Jahren mit ein paar Ideen, die das Paar hatte und umsetzen wollte. Dann sei es von Jahr zu Jahr größer geworden. Im Wohnzimmer geht der Horror nämlich weiter. Dieses wurde für Halloween in ein Irrenhaus verwandelt und gleichzeitig ist alles für Hinrichtungen vorbereitet. So steht zum Beispiel ein elektrischer Stuhl in der Ecke und an der Wand hängt eine Fessel für Hals und Handgelenke.

Die Filmreihe Saw wird in einer Szene in der Garage aufgegriffen.

Und das ist immer noch nicht alles. Der Garten wurde in den letzten Tagen in einen Friedhof verwandelt. Hier erwarten den Besucher Kreuze, Gräber und sogar ein offener Sarg und ein Zombie. Und um wieder aus dem Horror herauszukommen, muss auch noch die Garage auf dem Hof passiert werden, wo die Grusel-Suchenden eine blutverschmierte Szene aus dem Film Saw erwartet.

Die Verwandlung des Heims in eine Gruselwelt ist zum einen für die rund 30 geladenen Gäste des Paares, die sie heute Abend erwarten, und zum anderen für Kinder, die am Halloween-Abend von Haus zu Haus gehen und mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt es Saures“ Süßigkeiten sammeln. Wenn sie bei Andrea Müller und Michael Beyer an der Tür klingeln, müssen sie sich die Nascherei allerdings erst verdienen. „Die Kinder müssen erst einmal komplett durch die Wohnung und den Garten gehen, bevor sie mit den Süßigkeiten belohnt werden“, sagt Andrea Müller. Und in den letzten fünf Jahren, die sich das Paar schon so viel Mühe gibt, alles für den Halloween-Abend herzurichten, kommen immer viele Kinder und sogar Jugendliche und Erwachsene, um sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen.

„Wir lieben Halloween und Gruselfilme“, sagt Andrea Müller. Durch diese lässt sich das Paar auch für die Gestaltung ihrer Wohnung inspirieren. In Amerika, wo der Hype herkommt, war das Paar noch nicht. Aber dort würden sich die beiden das Spektakel gerne mal ansehen.

Gerne würden die beiden ihr eigenes Halloween-Spektakel auch noch vergrößern, um noch mehr Leute anzuziehen. Das wäre ihr Wunsch für nächstes Jahr, da sie dann gerne eine Spendenaktion für krebskranke Kinder starten würden. Genauere Pläne gibt es dazu aber noch nicht. Jetzt dreht sich erst einmal alles um die Feier heute Abend.

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