„Halle ein Erbe aller Lüdenscheider“

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Vertreter des Kuratoriums und des Stiftungsvorstands sowie der Schützengesellschaft trafen sich gestern, um über weitere Schritte der noch jungen Initiative zu beraten.

Lüdenscheid - „Die Halle ist jetzt ein Erbe aller Lüdenscheider. Dafür müssen wir das Bewusstsein wecken.“ Für Sparkassendirektor a.D. Udo Lütteken, den Kuratoriumsvorsitzenden der „Bergstadt-Stiftung Lüdenscheider Schützenhalle“ war die Marschrichtung am Donnerstag klar.

Die Lüdenscheider haben ein Kleinod in ihrer Mitte; nun sollen sie es auch ins Herz schließen. Und nutzen. Und unterstützen.

Das ist erklärtes Anliegen der Stiftung unter dem Vorsitz von Friedrich-Karl Schmidt, der im Rahmen einer Stifterversammlung zur Ideensammlung aufgerufen hatte, was man tun könne, um Geld und breite Unterstützung zu bekommen. Der Kreis derer, die seinem Aufruf gefolgt waren, war mit rund einem Dutzend Interessenten klein. Viele jedoch seien verhindert gewesen, sei es aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen. Ihre Ideen oder auch Spendenzusagen flossen jedoch in die Runde ein.

Begrenzt ist der Kreis der Mitmacher im übrigen nicht: „Angesprochen fühlen soll sich jeder, dem das Wohl der Halle am Herzen liegt“, betonte Friedrich-Karl Schmidt. Er wünscht sich generell mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Halle. Vor allem, weil so viel zu tun bleibe. Zwar sei die energetische Sanierung mit Hilfe von Fördermitteln abgeschlossen. „Aber wenn man sieht, was noch alles zu tun ist, verschlägt es einem fast den Atem“, sagte Friedrich-Karl Schmidt. „Und von einem Anstrich will ich gar nicht reden.“

Dass es ganz unkonventionelle Ideen sein können, die die Stiftung Schritt für Schritt, Euro für Euro, nach vorne bringen, machte der Vorsitzende dabei auch deutlich. Als die Fest-Kerzenleuchter nach einer großen Veranstaltung „übrig“ waren, konnte er sie für die Stiftung übernehmen. „Jetzt vermieten wir die, wenn jemand sie nutzen möchte“, warf er in die Runde. Doch der ging es vor allem ums große Geld, das dauerhaft die kostspielige Unterhaltung des Denkmals sichern kann. Neben Geld zählt aber auch Einsatzkraft, „Hand- und Spanndienste“, wie es Udo Lütteken nannte. Denn die Stiftung muss sich nun auch tatkräftig etwa um die gärtnerische Pflege des Umfeldes kümmern. Und obwohl Schützengesellschaft und Halle mit Gründung der Stiftung künftig getrennt zu sehen sind, kann und will die Stiftung auf die Erfahrung und die Hilfe der Schützen, auf ihre Identifikation mit der historischen Feierstätte, nicht verzichten. Klar war allen Beteiligten: Ein Selbstläufer ist eine solche Stiftung, die langfristig den Erhalt der historischen Schützenhalle sichern soll, nicht.

Drei große Themenkomplexe kristallisierten sich in der angeregten Diskussion jedenfalls heraus: Öffentlichkeitsarbeit, um ein Bewusstsein – und Geldquellen – für die Halle als Lüdenscheider Wahrzeichen zu schaffen; Helfer für erforderliche Arbeiten zu aktivieren; einen stärkeren Rückhalt in Bevölkerung und Politik zu erreichen. „In einem Stadtprospekt“, so Schmidt, „kommt so etwas wie die Halle gar nicht vor.“ - sum

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