Halbe Stelle für Familienlotsin

LÜDENSCHEID ▪ Im Prinzip ist es eine Formalie. Dem Jugendhilfeausschuss liegt am 25. Januar (17 Uhr im Ratssaal) ein Beschlussvorschlag des Jugendamtes vor, nach dem die Stelle „Frühe Hilfen – Neugeborenenbesuche“ für die Zeit vom 1.

April dieses Jahres bis zum 31. 12. 2012 mit einer halben Stelle besetzt wird. Schon im Vorfeld hatte Jugendhilfeausschuss-Vorsitzender Hermann Morisse darauf gedrungen, die zunächst mit einer Viertelstelle vorgesehene Maßnahme aufzustocken. Sie ist Teil des Lüdenscheider „Netzwerkes Frühe Hilfen“. Morisse hatte bereits in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres darauf hingewiesen, dass diese Arbeit flächendeckend nicht mit einer Viertelstelle zu leisten sei und parteiübergreifend Unterstützung für seine Initiaive erfahren.

Prävention steht im Mittelpunkt der Neugeborenenbesuche: Familien sollen auf diese Weise auf das Angebotsspektrum hingewiesen werden, dass sie zu ihrer Entlastung und Förderung in Anspruch nehmen können. Zugleich kann die entsprechende Fachkraft bereits im Frühstadium erkennen, welche familiäre Problemlagen unter Umständen vorliegen und entsprechende Hilfen anbieten.

Anfang 2012 tritt nach Angaben der Verwaltung zudem das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft, mit dem der Katalog der Pflichtleistungen der Jugendämter um verschieden präventive Maßnahmen ergänzt werden solle. Im Wesentlichen gehe es der Bundesregierung um die Installierung von so genannten „Netzwerken Frühe Hilfen“, einem System, in dem die beteiligten Fachleute aus Jugendämtern und Schulen sowie zum Beispiel Ärzte und Hebammen eng miteinander in Kontakt stehen können und sich unter bestimmten datenschutzrechtlichen Voraussetzungen austauschen dürfen. Eine Familienlotsin passt da gut ins Bild.

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