Lüdenscheider Stadtgeschichte

Häuser müssen weichen: Oberstadttunnel löst Verkehrsprobleme an der Hochstraße

Oberstadttunnel
+
Um den Oberstadttunnel bauen zu können, musste das Fotogeschäft Spelsberg abgerissen werden.

Gerhard Geisel, Mitverantwortlicher für den seit 35 Jahren erscheinenden Stadtwerke-Kalender, lädt ein zu einer Reise in die Lüdenscheider Vergangenheit.

Lüdenscheid - Zwischen 1988 und 1991 entstand der Oberstadttunnel zwischen dem Kreuzungsbereich Staberger Straße/Hochstraße und Werdohler Straße/Ecke Eduardstraße. Am 30. August 1991, vor ziemlich genau 30 Jahren, wurde er von Bürgermeister Jürgen Dietrich und Stadtdirektor Lothar Castner feierlich eröffnet.

Die Hochstraße hatte sich in diesem Bereich zu einem Verkehrsengpass entwickelt. Da die Straße beidseitig befahren werden konnte, kam es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen. Fahrzeuge mussten zum Teil auf den Bürgersteig ausweichen, um einander passieren zu können. Die Bilder aus den 1950er- und 1980er-Jahren verdeutlichen dies sehr anschaulich.

Welche Bedeutung das Projekt für Lüdenscheid hatte, kann man an der Tatsache ablesen, dass rund 17 Millionen DM für die Erstellung eines nur 166 Meter langen Tunnels investiert wurden. Zwischen den Häusern musste geradezu eine Schneise geschlagen werden, um den Tunnel bauen zu können.

Bürgermeister Dietrich nannte in seiner Eröffnungsrede beeindruckende Zahlen zum Tunnelbau: Allein 12 000 Tonnen Bauschutt aus den abgebrochenen Häusern mussten deponiert werden. 24 000 Kubikmeter Erdaushub wurden zur Neugestaltung des Schützenplatzes auf dem Loh verwendet. Schließlich verbaute man 3000 Kubikmeter Beton.

Auf dem Tunnel entstand ein Parkplatz mit 60 Stellplätzen. Zur Eröffnung des Tunnels kamen 500 neugierige Lüdenscheider. Ihnen versprach der Bürgermeister, das neue Bauwerk werde dazu beitragen, die Oberstadt mit Leben zu erfüllen. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Der Engpass an der Hochstraße ist aber beseitigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare