Händler und Wirte packen Probleme an

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Händler wollen den Dialog mit der Stadt: Papageno-Chef Oliver Scherff und Dagmar Däumer (Stadtplanung) am Rande der Info-Veranstaltung zum Thema Außengastronomie und Gestaltung Ende April im Ratssaal. Jetzt gibt es erste Arbeitsgruppen.

Lüdenscheid - Sie sind entschlossen, den Ballon aufzufangen, den die Stadtverwaltung ihnen zugeworfen hat:Lüdenscheids Gastronomen und Händler in der Innenstadt und der Altstadt, die Verbesserungsbedarf bei den Gestaltungssatzungen sehen, haben ihre ersten Treffen terminiert.

Man wolle sammeln, sichten und letztlich Vorschläge machen, was den Geschäftsleuten das Leben und Werben erleichtern könne, bringt es Thorsten Faust (Nockemann Hörakustik) auf den Punkt. Dazu gehören Blumenschmuck, Windschutz oder auch mehr Freiheiten bei der Farbgestaltung und Schirmwahl.

Wie berichtet, hatte die Stadt bei einer Veranstaltung Ende April zum Thema Außengastronomie Verbesserungsvorschläge von Gastronomen und Einzelhändlern eingefordert und „Stammtische Gastronomie“ vorgeschlagen. Die Diskussion um wünschenswerte Änderungen in den von manchen Betroffenen als zu strikt empfundenen Geschmacksregelungen der Gestaltungssatzungen hatte sich auch an Luftballons vor Hussel entzündet, die einer städtischen Mitarbeiterin (und wohl nur der) „ein Dorn im Auge“ waren. Obwohl das „Missverständnis“ aus der Welt geschafft wurde und die Ballons nach wie vor hängen, bleibt Gesprächsbedarf zwischen Gastronomen, Händlern und der Stadt.

„Wir wollen und müssen auch irgendwann das Stern-Center einbinden“, findet Thorsten Faust. Denn eine Stadt bestünde nicht nur aus einem Center mit den immer gleichen Filialisten, sondern habe auch jenseits der Center-Türen viel zu bieten. Die IG Knapp wolle man ebenfalls einbinden in die Ideensuche und Satzungsanalyse, hieß es.

Zunächst treffen sich jetzt also die Arbeitsgruppen Altstadt (Willi Denecke, Telefon 01 71 /7 66 29 99) und Wilhelmstraße (Thorsten Faust, Telefon 0 23 51 /2 37 91), um zu sehen, wo Handlungsbedarf und Änderungswünsche sind. Eine dritte Gruppe für den Bereich Sternplatz/Rathausplatz soll ebenfalls entstehen – weil jeder Standort offensichtlich auch besondere Probleme habe, so Thorsten Faust. Am Ende wolle man in einem gemeinsamen Treffen versuchen, eine Linie zu finden: mit der Stadt, für die Stadt. - sum

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