Réné Maiwald auf Instagram

So haben Sie Ihren Hund noch nie gesehen! Lüdenscheider Fotos sind Instagram-Hits

+
In dem Augenblick, wenn der Hund zuschnappt, drückt René Maiwald auf den Auslöser.

Die Faszination des Augenblicks Lüdenscheid – René Maiwald fotografiert gerne und präsentiert seine Fotos auf Instagram. Dort hat er fast 4 000 Follower

LN-Praktikantin Lume Junuzi unterhielt sich mit dem 29-Jährigen über Foto-Shootings, Träume und Ziele. 

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen und wann haben Sie sich dazu entschlossen, das Hobby zum Beruf zu machen? 

Begonnen hat alles 2010, als ich nach Lüdenscheid gezogen bin und von einem Arbeitskollegen günstig eine gebrauchte Canon EOS 350d kaufen konnte. Zuerst habe ich Gebäude fotografiert, überwiegend in Lüdenscheid und Dortmund und habe die Ergebnisse meinen Eltern per Mail nach Brandenburg gesendet. Da mein Anspruch an die eigenen Fotos sehr hoch ist, war und bin ich bemüht, immer besser zu werden. Zeit für Lernvideos war genug, da ich zu diesem Zeitpunkt hier keinerlei Leute kannte. Mein Gewerbe habe ich am 15. Juli 2014 angemeldet, als mein erster bezahlter Auftrag in Aussicht kam. 

Welche Tipps würden Sie jemanden geben, der seinen Job an den Nagel hängen möchte und als selbstständiger Fotograf durchstarten will? 

Ich persönlich würde mein Fotografiebusiness in der Freizeit aufbauen, die Kamerabedienung, Lightroom, Photoshop und alles, was man für tolle Fotos braucht, lernt man nicht in einem Monat. Dies ist ein langer Prozess. Man sollte versuchen, sich von der Masse abzuheben. Wer Geld verdienen möchte, sollte sich auf einen Bereich spezialisieren, zum Beispiel auf Hochzeiten. 

Welche Rolle spielen für Sie Social Media in der Selbstvermarktung und hilft es Ihnen Kunden zu gewinnen? 

Ich investiere täglich circa 30 Minuten für Social Media. Mein Schwerpunkt liegt aktuell auf Instagram, danach Facebook und meine eigene Webseite. Die Möglichkeit, auf Facebook/Instagram gezielt Werbung zu schalten, macht die Neukundengewinnung sehr einfach. Natürlich muss man hier seine Zielgruppe kennen. 

Wer übernimmt das Make-up und das Hairstyling beim Fotoshooting? 

Das Make-up und Hairstyling übernehmen in der Regel die Modelle, ansonsten arbeite ich auch mit externen Visagistinnen zusammen, die natürlich auch bezahlt werden. Die Kosten werden dann auf das Fotoshooting umgelegt. 

Wie lange üben Sie Ihren Beruf schon aus? 

Hauptberuflich bin ich Fachinformatiker, die Fotografie betreibe ich nebenberuflich seit Juli 2014. 

Was halten Sie von dem Trend, dass heutzutage fast jeder mit dem Handy fotografiert? 

Ich finde den Trend super und gebe zum Thema Smartphonefotografie sogar Kurse an der Volkshochschule Lüdenscheid. Mit einem aktuellen Handy kann man tolle Bilder machen und das Beste – man hat es immer dabei! Dennoch denke ich, dass es immer Platz für gute Fotografen geben wird! 

Haben Sie auch privat immer eine professionelle Kamera dabei?

Immer wäre sicher übertrieben, aber die meiste Zeit habe ich sie dabei. Man weiß nie, welche Möglichkeiten sich spontan ergeben. Gestern war ich beispielsweise ungeplant auf dem Triangle-Turm in Köln. Ich mag es, Momente festzuhalten.

Erfolg mit Hunde-Fotos und Frauen

Wie sind Sie darauf gekommen, Fotos von Hunden zu knipsen? 

Die Idee, Fotos von Hunden zu machen, während sie ein Leckerli fangen, habe ich aus der bekannten Webseiten-Werbung. Generell mag ich Tiere, ich habe sogar einen extra Instagramaccount nur für Pferdefotos. 

Was halten Sie von Nachbearbeitung und Schwarz-Weiß-Fotografie? 

Jedes digitale Foto ist heute bearbeitet. Aktuelle Kameras arbeiten meist mit dem RAW-Format (Rohdatenformat, ähnlich wie das frühere Negativ) – es muss also jedes Bild erst am Rechner entwickelt werden. Für mich zählt dies auch unter Bearbeitung. Handys haben Filter und Apps, womit das Bild auch verändert und somit bearbeitet wird. Ansonsten ist meine Bearbeitung bei der Retusche nicht so offensichtlich. Pickel werden entfernt, aber Narben würde ich nicht retuschieren, es sei denn, der Kunde wünscht dies ausdrücklich. Schwarz-Weiß-Aufnahmen mag ich nur im Low-key-Bereich. Hier ist der überwiegende Teil des Bildes schwarz und es werden nur Körperkanten belichtet. 

Worin sehen Sie die Herausforderung in der näheren Zukunft und welche fotografischen und unternehmerischen Träume haben sich gestärkt? 

Mein Ziel, ein eigenes Studio zu besitzen, habe ich Anfang 2018 erreicht. Ich träume aktuell von mehr Aufträgen im Ausland, um so die Welt erkunden zu können. Der Gewinn ist für mich nicht entscheidend. Ich möchte viel erleben und meinen Kunden einen großen Mehrwert bieten. Herausforderungen sind für mich eine optimale Möglichkeit, zu wachsen. Nur wer seine Komfortzone verlässt, wird mehr als der Durchschnitt erreichen. Ich möchte, wenn ich alt bin, mich nicht fragen müssen, was wäre wenn, sondern einfach alles probiert haben, was mir in den Kopf gekommen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare