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Zwei neue Dezernenten für die Stadt Lüdenscheid

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Von: Jan Schmitz

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Fabian Kesseler links und Sven Haarhaus 2021
Bei der Ratssitzung im Kulturhaus Lüdenscheid wurden unter anderem Fabian Kesseler (links) und Sven Haarhaus als neue Dezernenten gewählt. © Cedric Nougrigat

Mit einem eindeutigen Votum hat der Stadtrat am Montagabend den neuen Lüdenscheider Dezernenten Sven Haarhaus und Fabian Kesseler den Weg ins Rathaus geebnet und ihnen politischen Rückenwind für die anstehenden Aufgaben gegeben.

Lüdenscheid – Beide Beigeordnete wurden am Montag für acht Jahre gewählt. Wer von ihnen Erster Beigeordneter und damit Stellvertreter des Bürgermeisters wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt werden.

Sven Haarhaus tritt die Nachfolge von Dr. Karl Heinz Blasweiler an, der nach 24 Jahren als Städtkämmerer nicht mehr zur Wahl antrat und am Montag verabschiedet wurde. Im Rathaus ist Haarhaus ein alter Bekannter. Seit 25 Jahren ist er im Dienst der Stadtverwaltung, davon 14 Jahre in der Kämmerei. Zuletzt war der Lüdenscheider Fachdienstleiter. Der studierte Diplom-Verwaltungswirt und -Kaufmann ist in Lüdenscheid geboren und aufgewachsen, sein Abitur baute er am Zeppelin-Gymnasium. Der 45-Jährige ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Der neue Dezernent liebt Musik („früher Bassgitarre“), liebt Tennis und spielt im Betriebssport noch aktiv Fußball („defensives Mittelfeld“). Im Bewerbungsverfahren setzte sich der Kandidaten-Vorschlag der heimischen SPD gegen sechs Konkurrenten durch. Haarhaus besitzt das SPD-Parteibuch. Der Rat wählte ihn am Montag einstimmig zum Leiter des Fachbereichs 2.

Auch Fabian Kesseler erhielt bei seiner Wahl zum Leiter des Fachbereichs 3 (Bürgerservice, Soziale Dienste) die demonstrative Unterstützung fast aller Parteien. Lediglich die Linken stimmten gegen den CDU-Mann, der die Nachfolge des abgewählten Thomas Ruschin (AfD) zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt antritt. Kesseler ist derzeit noch Beamter in Diensten der Stadt Solingen und leitet dort das Amt für Wohnungswesen. Darüber, wann Kesseler nach Lüdenscheid wechseln kann, müssen sich Bürgermeister Sebastian Wagemeyer und der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) nun ins Benehmen setzen.

Gewählt ist er ab 1. Juli für eine Amtszeit von acht Jahren. Kesseler verfolgte die Abstimmung im Kulturhaus mit seiner Frau Janca. Einen der zwei Blumensträuße, die er von Bürgermeister Wagemeyer und CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling direkt nach der Wahl erhielt, reichte er direkt an seine Gattin weiter.

Der 47-Jährige ist geboren und aufgewachsen in Solingen, wo er für die CDU erst in die Politik ein- und dann innerhalb der Stadtverwaltung aufstieg. Kesseler studierte Jura in Bonn und hat als Volljurist die Befähigung zum Richteramt. Seine Leidenschaft gilt der Familie und dem Fußball, wobei er aktiv nur noch mit seinen zwei Kindern im Garten gegen den Ball tritt. Das CDU-Mitglied ist Vorsitzender der Solinger Stadtteil-Union Wald.

Verabredet ist, dass er seinen Wohnsitz nach Lüdenscheid verlegt. Zu welchem Zeitpunkt das passiert, hänge auch von der Pandemie-Entwicklung ab, sagt Kesseler und ergänzt mit Blick auf seine Tochter (Sie feiert am Dienstag ihren zwölften Geburtstag), dass der Umzug „ganz sicher zu einem Schuljahr“ stattfinden werde.

Der Rat gab am Montag auch grünes Licht für eine Übergangslösung, in der Haarhaus erster Vertreter des Bürgermeisters – zum Beispiel während eines Urlaubs – ist, bis der neue Rechtsdezernent Kesseler seine Amtsgeschäfte übernimmt. Dann wollen CDU und SPD einen Vorschlag unterbreiten, wer der Wahlbeamten dauerhaft Erster Beigeordneter wird.

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