Lob für „gute Arbeit“ im Johanniter-Stift

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Alhard Graf von dem Bussche-Kessell (stehend) und Eva Alders (auf der Sofalehne) besuchten die Hausgemeinschaft für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Eine deutliche Verbesserung bei der Bewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK), neue Angebote, die gut angenommen werden, weitere neue Ideen und eine Steigerung der Auslastung um rund 30 Prozentpunkte: Das Kuratorium Lüdenscheider Einrichtungen der Johanniter Seniorenhäuser GmbH ist zufrieden mit der Entwicklung des Johanniter-Stifts im Oeneking.

Eva Alders, Leiterin des Stifts, und Alhard Graf von dem Bussche-Kessell als Kuratoriumsvorsitzender zogen im Anschluss an die jüngste Sitzung des Gremiums eine positive Bilanz der vergangenen Monate. Bekanntlich hat die Johanniter Seniorenhäuser GmbH das Haus erst vor etwa anderthalb Jahren übernommen. Innerhalb dieser Zeit wurde die Note bei der Bewertung durch den MDK von einer 3,8 auf eine 1,3 verbessert. Gleichzeitig wurde die Auslastung des Hauses von rund 50 auf mehr als 80 Prozent gesteigert. Das sei nur erreicht worden „dank der guten Arbeit von Eva Alders und ihrem Team“, sagte von dem Bussche-Kessell. Der Standard der Johanniter in der Altenpflege, der bereits im Johanniter-Haus am Hagedornskamp – ebenfalls geleitet von Eva Alders – gepflegt werde, sei komplett übertragen worden.

„Wir können die Ressourcen aus beiden Häusern für die Bewohner nutzen“, betonte Eva Alders. So werde beispielsweise bei neuen Anmeldungen darauf geachtet, in welcher der beiden Einrichtungen jemand am besten aufgehoben ist. Jedes Haus habe seine besonderen Schwerpunkte. Sehr schnell zu einem Erfolg entwickelt habe sich im Oeneking die Hausgemeinschaft für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Die Bewohner gestalten ihren Alltag gemeinsam mit den Mitarbeitern komplett selbst. Auch Essen wird selbst gekocht. In dieser Hausgemeinschaft sind derzeit alle Plätze belegt.

Eine ganz neue Idee, die zeitnah umgesetzt werden soll, ist die Nutzung eines Gemeinschaftsraumes für bettlägerige Patienten. Da im entsprechenden Bereich des Johanniter-Stifts die Türen breit genug für die Betten sind, könnten bettlägerige Patienten tagsüber oder auch stundenweise in einen Gemeinschaftsraum gebracht werden. Dort könnte man ihnen mit Musik, Geschichten oder Gedichten Unterhaltung und Abwechslung bieten. Der Raum müsse nur noch entsprechend gemütlich gestaltet werden.

Das Kuratorium möchte sich nun dafür stark machen, das Ehrenamt zu stärken, um die hauptamtlichen Kräfte zu entlasten. Dazu soll eine Johanniter-Hilfsgemeinschaft gegründet werden, kündigte der Vorsitzende an. Dieses Ordenswerk der Johanniter biete die Möglichkeit, ehrenamtliches Engagement zu bündeln. Die nächsten Hilfsgemeinschaften gebe es in Dortmund und Siegen. Die neue in Lüdenscheid solle sich schwerpunktmäßig für den Johanniter-Stift einsetzen und damit das Ehrenamt dort ausbauen. Wer sich für eine Mitarbeit in der Hilfsgemeinschaft interessiert, kann sich entweder im Johanniter-Stift oder bei Alhard Graf von dem Bussche-Kessell, Tel. 0 23 51 /4 10 94, melden.

Darüber hinaus gibt es bereits drei Mitarbeiterinnen in beiden Häusern, die Mitglieder der Schwesternschaft der Johanniter sind, auch Eva Alders. Weitere wollen es werden – die Schwesternschaft biete unter anderem die Möglichkeit für Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch. ▪ gör

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