Melodische Werke und magische Klänge

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Boten in der Friedenskirche außergewöhnliche Klänge: Das Duo Mallet mit Guido Pieper (links) und Andreas Wahl.

Lüdencheid -  Das Marimba- und das Vibraphon sind hierzulande in solistischer Form eher selten zu hören. In der Friedenskirche hatten Musikliebhaber am Samstag die Möglichkeit, die beiden außergewöhnlichen Instrumente näher kennenzulernen.

Das Mallet-Duo, bestehend aus Andreas Wahl und Guido Pieper, tritt seit 2013 gemeinsam auf und hat sich auf die so genannten Mallet-Instrumente spezialisiert, zu denen das Marimbaphon, auch schlicht „Marimba“ genannt, und das Vibraphon gehören.

Mit dem „Double Groove“ von Eckhard Kopetzki, einem ebenso rhythmischen wie melodischem Werk, das den magischen Klang der beiden Instrumente gut zur Geltung bringt, starteten die Musiker in den Abend. Das Konzert hielt zahlreiche hörenswerte Duett-Werke, aber auch diverse großartige solistische Darbietungen für die zahlreich erschienenen Zuhörer bereit. Werke von Keiko Abe, einer japanischen Komponistin und Marimbaphonspielerin, waren an diesem Abend gleich zweimal im Programm vertreten. Im ersten Teil ließ Guido Pieper am Marimba das Stück „Michi“ erklingen. Wirbelnd schraubten sich zu Beginn grazile Klangspiralen in den musikalischen Himmel und wieder hinunter, um schließlich in geheimnisvoll anmutenden, akustischen Räumen zu enden. Vergnügt und sprunghaft wurde dagegen die Interpretation von Abes Stück „Frogs“, die Pieper nach der Pause ebenfalls auf dem Marimba präsentierte. Einer der Höhepunkte des Abends war eine „Toccata“ von Anders Koppel, mit der das Duo seine Zuschauer in die Pause entließ.

Ein ebenso melodisches wie eingängiges Werk ist „Midnight Star“ von David Friedmann, das von Andreas Wahl zu Gehör gebracht wurde. Die prägnante Melodie ließ einen funkelnden, nächtlichen Sternenhimmel erstrahlen. Dem Klang kam generell die gute Akustik in der Friedenskirche zugute, die insbesondere das Vibraphon in dem relativ kleinen Raum recht laut erschallen ließ. Der einzige, weltbekannte Name im Reigen der Komponisten war schließlich der Argentinier Astor Piazolla. Und mit dem Stück „A Message To A Friend“ fand der Konzertabend seinen schwungvollen Abschluss. -  bot

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