Günter Grass und das Leben der Brüder Grimm

Fröhlich und mit der obligatorischen Pfeife: Günter Grass in der Stadtbücherei

LÜDENSCHEID - Bürgermeister, Bücherei-Team, 250 zahlende Gäste, Journalisten – irgendwie waren sie alle Teil einer großen Geburtstagsfeier: Am Samstag war der Literaturnobelpreisträger Günter Grass in Begleitung seiner Ehefrau Ute zu Gast in der Bergstadt.

An und für sich nichts Ungewöhnliches, wohnt doch Schwester Waltraud seit vielen Jahren hier. Und doch wurde der Besuch des Literaten diesmal offiziell durch den Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Lüdenscheid und die anschließende Lesung aus seinem neuen Werk „Grimms Wörter“.

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Günter Grass in Lüdenscheid

Aus Lübeck war das Ehepaar Grass am Morgen angereist. „Mein Schwesterchen“, wie Günter Grass seine Schwester Waltraud liebevoll bezeichnet, war am vergangenen Donnerstag 80 Jahre alt geworden und hatte sich Besuch und Lesung zum Geburtstag gewünscht. „Bravo“-Rufe wurden laut, als Büchereileiterin Franziska Altenpohl diesen Umstand laut vortrug. Zur Freude aller, so Altenpohl in ihrer Begrüßung, dürfe man nun Teil dieses Geschenks sein. Die Vita eines der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart aufzusagen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Nur so viel: 1956 veröffentlichte Günter Grass seinen ersten Gedichtband, 1959 wurde er mit der „Blechtrommel“ schlagartig berühmt. Seit 1999 habe er – so die Büchereileiterin – neben seinen Berufen als Schriftsteller und Grafiker auch den des Nobelpreisträgers. Diese Lesung hier sei erst die sechste oder siebte des neuen Buches und eine Liebeserklärung an die Sprache, aber auch an seine Leser. - rudi

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