Gutachterausschuss legt aktuellen Bericht vor

Grundstücke in Lüdenscheid: Preise steigen an

Stefan Hilmert (links) und Christian Vöcks stellten den Grundstücksmarktbericht gestern vor.

Lüdenscheid - Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise – getreu dieser Erkenntnis steigen in Lüdenscheid die Grundstückspreise für Wohnbau- und Gewerbeflächen gegenüber dem Vorjahr erheblich an. Auch Eigentumswohnungen sind im Vergleich zu 2017 teurer. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor.

Den Bericht stellten gestern Christian Vöcks und Stefan Hilmert vor. Vöcks ist Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Lüdenscheid, Hilmert ist zuständig für die Geschäftsstelle des Ausschusses. Hier werden die eingegangenen Kaufverträge ausgewertet. 652 wurden 2017 erfasst, ein Rückgang von rund neun Prozent gegenüber 2016. Entsprechend nahm laut Bericht auch der Geldumsatz für alle registrierten Objekte um circa acht Prozent auf 94 Millionen Euro ab. 

Zurück zu den einzelnen Segmenten: „Die Gewerbeflächen sind knapp, die Nachfrage aber ist hoch. Daher sind die Kaufpreise hier um bis zu 20 Prozent gestiegen, teilweise auf bis zu 100 Euro pro Quadratmeter. Im privaten Verkauf werden diese Flächen hoch gehandelt“, sagt Christian Vöcks. „Daher haben wir als Stadt für unsere Flächen den Richtwert von 50 auf 60 Euro erhöht“, fügt Stefan Hilmert hinzu. 

Suche nach neuen Gewerbeflächen

Das sei im im Vergleich noch immer viel günstiger, was aber auch als eine Art Wirtschaftsförderung zu sehen sei. „Zumal wir ja auch gar nicht mehr so viel Gewerbefläche anzubieten haben und deshalb zurzeit ja dabei sind, neue Flächen zu finden“, erinnert Christian Vöcks an das Gutachten, das einen hohen Bedarf aufweist. Daher ist die Stadt, wie berichtet, in Gesprächen mit der Gemeinde Schalksmühle, um interkommunal neue Flächen ausweisen zu können. 

Bei den Eigentumswohnungen herrschen ebenfalls deutliche Preissteigerungen vor. Laut Grundstücksmarktbericht kosten gerade neuere Wohnungen – ab dem Baujahr 2000 – im Vergleich zum Vorjahr rund 15 Prozent mehr und liegen daher aktuell bei knapp 2000 Euro pro Quadratmeter. 

Stagnierten die Preise für unbebaute Baugrundstücke zuletzt einige Jahre, so sind sie sowohl 2016 als auch 2017 jeweils um fünf Prozent angezogen. Das gilt für eine ein- oder zweigeschossige Bauweise. 

Je nach Stadtteillage variieren natürlich die Preise – im Außenbereich zwischen 75 und 120 Euro pro Quadratmeter, in Oeneking zwischen 200 und 270 Euro. 

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind deutliche Preissteigerungen für freistehende Häuser ab dem Baujahr 1995 und für Reihenmittelhäuser zu verzeichnen.

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