Grundschulen: Brügge oder Schöneck vor Schließung

Im Schnitt 23 Kinder sollen Lüdenscheider Klassen nach der neuen Landes-Richtzahl haben. Daraus errechnet sich: Es gibt zwei Grundschulstandorte zu viel. Über einen soll der Stadtrat noch vor Ostern entscheiden.

LÜDENSCHEID ▪ Ein Standort des Grundschul-Verbundes Brügge-Schöneck steht offenbar zur Schließung an – womöglich schon im März fällt die Entscheidung im Stadtrat. Akut bedroht ist nach weiteren Informationen der LN auch ein zweiter, noch unbekannter Standort im Stadtgebiet.

Das verlautete am Dienstagabend aus einer Runde von Fraktionsvertretern und Schulexperten, die Bürgermeister Dieter Dzewas kurzfristig im Rathaus versammelt hatte.

Die Verwaltung informierte demnach über eine neue Landes-Richtlinie, die ab dem Schuljahr 2013/14 bindend sei. Dann werde die Zahl aller Grundschüler in einer Stadt durch die „Klassenfrequenz-Richtzahl“ von 23 Kindern geteilt – heraus komme die Zahl der Klassen, die es stadtweit höchstens geben darf. Nach dieser Rechnung hätte Lüdenscheid zwei Schulstandorte zu viel, hieß es weiter. Aus zehn müssten acht werden, und das binnen fünf Jahren.

Bereits am 5. Februar soll sich der Schulausschuss mit diesem Thema befassen, der Stadtrat soll zumindest zur Frage Brügge-Schöneck am 4. März eine Entscheidung treffen. Dass es in der ersten Runde um diesen Verbund geht, sei offen diskutiert worden, hieß es. Auch den zuletzt anmeldenden Eltern, von denen sich 32 für Schöneck und 13 für Brügge entschieden hätten, sei ausdrücklich keine Standortgarantie mehr gegeben worden.

Während die Eltern also mit den Füßen für Schöneck gestimmt hätten, seien die baulichen Gegebenheiten in Brügge besser: das Gebäude sei größer, moderner und brandsicherer. Zudem könne die Schule Schöneck im Zweifel als Dependance der unmittelbar benachbarten Ganztagshauptschule Stadtpark fortgenutzt werden, die ab Mitte 2014 die einzige Hauptschule der Stadt sein soll – und als mögliche Sekundarschule gilt.

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