Knochen stehen hoch im Kurs

Besuch im Museumskeller: Die Knochensammlung stand bei den Kindern hoch im Kurs.

Lüdenscheid - Die Schädel- und Knochensammlung der Museen an der Sauerfelder Straße stand hoch im Kurs, als die Kinder des Museobilbox-Projektes durch den Keller stöberten. Grundschüler der Pestalozzi-, Lösenbach und Erwin-Welke-Schule waren zu Gast, um Erfahrungen mit dem Museum zu machen.

Das Projekt des Bundesverbandes Museumspädagogik im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bietet als Rahmenkonzept Museen bundesweit die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche zwischen drei und sechzehn Jahren in ihrer kulturellen Entwicklung zu fördern. Gefördert werden außerschulische Maßnahmen kultureller Bildung.

Insgesamt zwölf von der Offenen Ganztagsbetreuung der drei Schulen ausgesuchte Kinder nehmen in dieser Woche die Stadtgeschichte unter die Lupe. „Wir haben gelernt, dass die Stadt schon sechs Mal angebrannt ist und nur die Kirche stehen blieb, weil die aus Stein war“, wusste Arda schon kurz nach dem Beginn des Ferienprogramms zu berichten.

Kinder basteln ein eigenes Museum im Karton

Der Führung durch das Haus folgte am Montagnachmittag bei herrlichem Sommerwetter ein Stadtrundgang. „Wir legen diesmal den Fokus auf Fotografie und Licht“, erläuterten die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Ulla Delhougne und Uli Tütemann, „die Kinder werden selbst Fotos machen, zum Beispiel von ihren Lieblingsplätzen, die dann später in die Museobilbox eingearbeitet werden.“

Am Dienstag unternehmen die Kinder einen Ausflug auf die Burg Altena, um dort speziell Teppiche und Bodenbeläge unter die Lupe zu nehmen, Mittwoch ist das Freilichtmuseum in Hagen an der Reihe.

Den Donnerstag und Freitag verbringen die Kinder damit, das Gesehene und Gelernte in Form eines eigenen gebastelten Museums im Karton umzusetzen, bevor am Freitagnachmittag ab 15 Uhr Eltern und Freunde zu einer kleinen Ausstellung ins Museumsfoyer eingeladen sind.

Die gebastelten Boxen werden fotografiert und dem Bundesministerium für eine Online-Ausstellung zur Verfügung gestellt. Anschließend dürfen die Kinder ihre Werke mit nach Hause nehmen. Da die Finanzierung des gesamten Projektes auch für die kommenden Jahre durch den Bund gesichert ist, werden im Herbst andere Schüler an der „Museobilbox“ teilnehmen.

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