Grunderwerbssteuer: Erhöhung nicht dramatisch

Wilfried Starosta

LÜDENSCHEID ▪ Die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern ist laut dem kürzlich vorgestellten Grundstücksmarktbericht für Lüdenscheid 2010 deutlich gestiegen (wir berichteten).

Wird diese positive Entwicklung durch die Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5 auf fünf Prozent, wie sie die rot-grüne Landesregierung angekündigt hat, gleich wieder gestoppt? „Nun ja“, sagt Wilfried Starosta, „die Erhöhung ist natürlich nicht gerade konjunkturbelebend, aber ganz so dramatisch ist sie auch wieder nicht. Es wäre sicherlich etwas anderes, wenn Verbrauchersteuern erhöht würden.“ Der Vorsitzende des Vereins Haus und Grund und Geschäftsführer der Mark Wohnungsgesellschaft GmbH spricht von einer Steuererhöhung, die auf leisen Sohlen daherkommt und daher nicht so viel Aufsehen erregt. Die Erhöhung tue seiner Einschätzung nach nicht so weh. Wer 200 000 Euro für einen Grunderwerb habe, der könne normalerweise auch eine 1,5-prozentige Steuererhöhung bezahlen. Sie spiele bei Kaufüberlegungen sicherlich nicht die entscheidende Rolle. „Ich glaube auf der anderen Seite allerdings auch, dass die Erhöhung nicht so viel Geld einbringt, wie es sich die Landesregierung vorstellt.“ Die Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Anhebung der Grunderwerbssteuer um 1,5 Prozent im laufenden Jahr rund 550 Millionen Euro zusätzlich in die Landeskasse spült.

Für die Mark Wohnungsgesellschaft selbst spiele die Anhebung keine Rolle. „Wir erwerben keine zusätzlichen Objekte mehr, sondern kümmern uns allein um die Pflege und preisgünstige Vermietung des Bestandes.“ Die GmbH hat rund 1450 Wohnungen in Lüdenscheid, Altena, Schalksmühle und Herscheid.

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