Grüne nehmen Stellung zu Diskussion in Kulturausschuss-Sitzung

Grüne nehmen Stellung zu Diskussion in Kulturausschuss-Sitzung

Otto Bodenheimer.

Lüdenscheid - Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen befasste sich in ihrer letzten Sitzung vor den Herbstferien mit der jüngsten Kulturausschusssitzung.

In dieser Sitzung, so schreibt Grünen-Fraktionschef Otto Bodenheimer, seien zahlreiche Wortbeiträge weit hinter den aktuellen Diskussionsstand zurückgefallen, der im beschlossenen Integrierten Handlungskonzept Altstadt Lüdenscheid (IHAK) nachzulesen sei.

Bodenheimer: „Der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist unverständlich, dass in der Lokalpresse bisher kein Wort über diese Sitzung verloren wurde, obwohl aus der Sicht unseres Vertreters dort ‘…wiederkäuerartig Argument vorgebracht wurden’, die schon längst abgearbeitet sind. So ist zum Beispiel Fakt und beschlossener Bestandteil des IHAK, dass die Volkshochschule (VHS) aus Gründen der Kostenersparnis die angemieteten Räume in der Knapper Straße verlässt beziehungsweise wegen der Vorgaben aus dem Haushaltssicherungskonzept (HSK) verlassen muss.“ Dennoch werde in Frage 21 nachgehakt, was die IG Knapp dazu sage. Diese Frage sei mit dem Fehlen aktueller Kenntnisse zu entschuldigen und somit abzuhaken.

Noch unverständlicher werde die Geschichte, wenn von Vertretern verschiedener Parteien nach der künftigen Nutzung des Kulturhauses gefragt werde: Frage 2c: „Welche Kurse sollen im Kulturhaus stattfinden, etwa Integrationskurse?“ – verstärkt und ergänzt durch Frage 20: „Wie sieht die Regelung in den Pausenzeiten der Kursteilnehmer der VHS und der Vorstellungen aus? Soll es räumliche Abgrenzungen geben?“

Hier komme nach Überzeugung der Grünen zum Ausdruck, dass Repräsentanten der Stadt Lüdenscheid, die sich nach außen gerne als weltoffen und gastfreundlich geben, inhaltlich eine Rolle rückwärts machen und die Integration von Flüchtlingen, die überwiegend bleiben dürfen, als kulturelle Leistung ansehen, die bitteschön nicht im Kulturhaus stattfindet solle oder, wenn sich das nicht vermeiden lasse, dann nur bei räumlicher Abtrennung. Da werde einem elitär angehauchten Kulturbegriff das Wort geredet.

Kultur, betont Otto Bodenheimer, sei nicht nur das, was im hohen Dom (= großer Saal) des Kulturhauses statt finde, sondern Kultur habe auf allen Ebenen und an allen Orten ihren Platz.

Bodenheimer: „Wir dürfen hier in Lüdenscheid nicht zufrieden sein damit, die Flüchtlinge freundlich zu begrüßen, aber danach, wenn sich die Gelegenheit zu alltäglichen Begegnungen ergibt – zum Beispiel im Kulturhaus – sie ganz schnell wieder ausgrenzen oder räumlich abgrenzen, wie in Frage 20 angedeutet wird. Vertreter der CDU verlangen auf lokaler und auch Bundesebene, dass Flüchtlinge ihre Integrationsbereitschaft zu bekunden haben; das gilt nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für uns! Gerade Integrations- und Deutschkurse sind angesichts unserer schwierigen Muttersprache eine große kulturelle Arbeit und Leistung, die nicht ausgegrenzt werden darf.“

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