"Jetzt muss Ruhe einkehren"

Grüne und Linke erleichtert über Entscheidung zur Kulturhaus-Leitung

Lüdenscheid - „Jetzt sollten alle nach vorn gucken und die Scherben, die durch das Gezerre um Rebecca Egeling entstanden sind, wegräumen. Die Entscheidung muss von allen akzeptiert werden, damit wieder Ruhe einkehrt im Kulturhaus.“ Darin sind sich Grünen-Fraktionssprecher Otto Bodenheimer und Michael Thomas-Lienkämper, Sprecher der Partei Die Linke, einig.

Beide zeigten sich am Freitag erleichtert darüber, dass Rebecca Egeling Leiterin des Kulturhauses bleibt. Von der CDU erwarte er die Größe, sich zu entschuldigen – „von mir aus auch nicht-öffentlich“, sagte Otto Bodenheimer. 

Michael Thomas-Lienkämpfer erinnerte daran, dass durch die ständige Diskussion in der Vergangenheit der Ruf des Kulturhauses über die Grenzen Lüdenscheids hinaus gelitten habe. 

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„Intern war das gesamte Kulturhaus-Team betroffen. Jetzt sollte man es endlich in Ruhe arbeiten lassen und nicht mehr nachkarten“, appellierte er an die CDU. Dazu gehöre auch, dass die Christdemokraten künftig wieder im Begleitgremium zum Kulturhaus mitarbeiten. Wie berichtet, waren sie aus Protest ausgetreten.

Formal hat die aktuelle Entwicklung um Kulturhaus-Intendantin Rebecca Egeling auch eine arbeitsrechtliche Dimension. Das bestätigte der städtische Personaldezernent Dr. Karl Heinz Blasweiler im LN-Gespräch. 

Demnach habe die Stadt dem Wunsch der Intendantin auf Verkürzung der Wochenarbeitszeit nicht entsprochen. Die Erfüllung dieses Anspruchs hätte die Kulturhausleiterin im Zweifel arbeitsgerichtlich einklagen müssen. 

Eine gerichtliche Entscheidung darüber sei aber vor dem Antritt in Remscheid am 1. Oktober ausgeschlossen gewesen. Dadurch sei für Rebecca Egeling das Problem entstanden, in Lüdenscheid auf einer ganzen Stelle und in Remscheid zusätzlich in Teilzeit tätig sein zu müssen – was die zulässige Höchstarbeitszeit deutlich überschreiten würde.

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