Grüne Gummibärchen schmecken nach Orange

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Simone Walter half beim Portionieren der Gießmasse. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Gummibärchen kennt jeder, aber kaum einer hat sie schon einmal selbst hergestellt. 16 Kinder konnten gestern in den Lüdenscheider Museen erleben, wie das geht. Jens Beisel und Simone Walter, Experten der Firma Gelita waren eigens aus Eberbach (bei Heidelberg) nach Lüdenscheid gekommen, um am zweiten von insgesamt drei Workshoptagen mit den Jungen und Mädchen zu arbeiten.

Und das war eine recht staubige Angelegenheit, denn die Formen für die Gummibärchen werden aus Stärkemehl hergestellt. Dieses wird fest in Holzrahmen gepresst, bevor mit Stempeln die Formen hereingedrückt werden. Bei jedem Luftzug fliegt etwas von dem feinen Staub durch die Gegend, so dass die Museumsmitarbeiterinnen Ursula Delhougne und Ulrike Tütemann darauf achteten, dass die Fenster und Zugänge zum Arbeitsraum geschlossen blieben, Kleidung, Schuhe und Haare der Kinder wurden mit Papierkitteln, -überschuhen, und -mützen geschützt.

So gewandet konnte es an die Arbeit gehen. Der Höhepunkt des Tages war für alle der Moment, als Jens Beisel und Simone Walter die Masse aus Zucker, Wasser und Gelantine mit Zitronensäure und verschiedenen Farben und Aromen soweit vorbereitet hatten, dass sie in die Formen gegossen werden konnte. Grüne Gummibärchen, die nach Orange schmecken? Das geht – war Jens Beisel sicher. Ob das gelungen ist, davon können sich die Jungen und Mädchen überzeugen, wenn die in der nächsten Woche ihre selbst hergestellten Gummibärchen abholen.

Denn, als alle Formen voll waren, wurden sie abgepudert und müssen nun zwei Tage aushärten. Dazu nahmen die Gelita-Mitarbeiter sie mit. Zum Abschluss werden sie mit Bienenwachs bestrichen, damit sie glänzen. So werden sie verpackt und ans Museum geschickt.

Der Workshop, in dem die Kinder auch etwas über die Geschichte von Süßigkeiten und das Naschen in anderen Kulturen erfuhren, gehört zum museumspädagogischen Programm, das Ursula Delhougne und Ulrike Tütemann für die Haribo-Ausstellung zusammengestellt haben. Bei der Durchführung der zahlreichen Führungen für Kinder und Erwachsene sowie Feiern von Kindergeburtstagen werden sie von weiteren Kollegen unterstützt. ▪ gör

Auch in den Osterferien wird der Workshop rund um die Geschichte des Naschens und die Herstellung von Süßigkeiten angeboten. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren können mitmachen. Wegen der großen Nachfrage wird eine baldige Anmeldung unter Tel. 0 23 51 / 17 14 96 empfohlen.

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