Ursachenforschung in Lüdenscheid

"Großflächiger Stromausfall" wohl ausgelöst durch Bewegungen im Erdreich

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Stromausfall (Symbolbild).

Lüdenscheid - Die Stadtwerke sprachen von einem "großflächigen Stromausfall", der Lüdenscheid am Dienstag trag. Am Tag danach wurde die Ursachenforschung intensiviert - mit überraschendem Ergebnis. 

Wie berichtet, waren hunderte Haushalte für etwa 45 Minuten ohne Strom, weil ein 10.000-Volt-Versorgungskabels beschädigt worden war. Normalerweise sind in diesen Fällen Bagger- oder Bauarbeiten die Verursacher. 

Witterung für Kabelbruch verantwortlich?

Diesmal aber liegt der Fall anders.  Laut Stadtwerken seien vermutlich Bewegungen im Erdreich für den Kabelbruch verantwortlich - die wiederum durch die Witterung der vergangenen Monate entstanden sind. 

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„Solche Bewegungen werden durch Frost und Temperaturschwankungen ausgelöst und sind im Frühjahr nicht ungewöhnlich“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Andreas Köster. Sie führten wohl dazu, dass das Kabel einer enormen mechanischen Belastung ausgesetzt war, die schlussendlich zum Kabelbruch führte. 

Bruchstelle mit Messwagen lokalisiert

Den Stadtwerken gelang es am Mittwoch, die Bruchstelle mithilfe eines Messwagens zu lokalisieren. Für die Reparatur wird nun das Kabel freigelegt, damit das defekte Segment ausgetauscht werden kann.

„Wie lange so ein Austausch dauert, hängt auch von dem Tiefbauunternehmen ab, das sich um die Freilegung kümmert“, sagt Köster, der mit etwa zweit Tagen rechnet. Für die Verbraucher soll es währenddessen keinerlei Einschränkungen geben. 

Windrad war nur kurz vom Netz

45 Minuten nach dem Ausfall am Dienstag war die Stromversorgung wiederhergestellt. „Das verdanken wir vor allem unserem dichten und gut ausgebauten Stromnetz“, betont Köster. 

Das Windrad an der Versetalsperre blieb am Dienstag stehen. 

Durch den Stromausfall war das Windrad an der Versetalsperre stehengeblieben und konnte keinen Strom mehr ins Netz einspeisen. Weil die Störung schnell behoben worden war, rechnen die Stadtwerke nicht damit, dass dadurch ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. 

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