Bunte Wände statt Tristesse

So könnte eine „Brandwand“ aussehen. Die Seitenfront des Moskob-Gebäudes, vordere Knapper Straße, mit einem Motiv des Lüdenscheider Künstlers Davis Pahl. - Bildmontage: Cédric Nougrigat

Lüdenscheid. - Acht fensterlose Brandwände oder Fassadenteile könnten künstlerisch gestaltet und so das Stadtbild mit großen Ausrufezeichen aufgewertet werden.

Ob das so umsetzbar ist oder nicht, entscheidet sich mit der Umsetzung der weiteren Projekte der Denkfabrik im Rahmen der Regionale und der Zusage des Fördergebers. In Verwaltung und Politik stieß das Vorhaben bei der ersten Vorstellung jedenfalls auf Zustimmung bis Begeisterung.

„Das Projekt Denkfabrik wird den Kostenrahmen mindestens einhalten“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Martin Bärwolf in der letzten Sitzung des Planungsausschusses. Unter Umständen wird damit möglich, statt des entfallenen Denkfabrik-Projekts „Route der Baukultur“ die Brandwände aufzuwerten. Ins Auge gefasst wären:

Initiative des Stadtumbaubüros

- Theodor-Schulte-Platz 1 (Firma Tütemann)

- Knapper Straße 61 (AOK)

- Weststraße 8

- Eingang „Tunnel des Lichts“ (Seite Hohfuhrstraße)

- Knapper Straße 36 (Wein Abel)

- Rathausplatz 23 (ehemals Blumen Moskob)

- Börsenstraße 4 (Freie Evangelische Kirchengemeinde)

- Conti-Parkhaus, Rathausplatz 25.

Vorangetrieben und vorgestellt wurde die Idee durch die Mitarbeiter des Stadtumbaubüros. Zwischenzeitlicher Rückschlag war, dass die Route der Baukultur wohl nicht in die Förderrichtlinie fallen würde. Das hat sich für die „Brandwände“ geändert. Bei den Hausbesitzern sei die Idee zur „Street Art“ auf Zustimmung gestoßen. Sie müssten sich verpflichten, ihre Fassaden für einen festgelegten Zeitraum für die Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Zu 80 Prozent würde die Umsetzung aus Fördermitteln bezahlt, zu 20 Prozent wäre die Stadt beteiligt.

Eher skeptisch zeigte sich bei der Erstinformation über die Möglichkeit SPD-Fraktionschef Jens Voß: „Das kann man aber nur machen, wenn man weiß, was da an die Wand kommt. Über die Vorgehensweise müssen wir noch reden.“ Doch in weiten Teilen des Ausschusses plädierte man eher für die künstlerische Freiheit, in die politische Gremien besser nicht eingreifen sollten. In dieser Richtung positionierte sich auch Bärwolf, der daran erinnerte, dass man auch bei der Gestaltung des Tunnels des Lichts am Sauerfeld auf strikte Vorgaben verzichtet habe. „Wir haben damals mutig und richtig entschieden und uns dafür sogar einen Preis abgeholt.“

Festival zum Stadtjubiläum

Offen blieb auch eine andere Frage – die nach dem Zeitraum der Umsetzung, wenn es denn eine Genehmigung gibt. Das könnte in Form von Einzelprojekten geschehen im Zeitraum zwischen 2016 und 2018. Alternative wäre ein Festival über zwei bis drei Monate im Jahr 2018 zum 750. Stadtjubiläum, wie SPD-Ratsherr Michael Thielicke ins Gespräch brachte.

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