Sorge vor weiterem Leerstand unbegründet

Großes Kaufhaus in Lüdenscheid muss schließen - neue Nutzung

„Coming soon“: Auf seiner Internetseite weist das Unternehmen schon auf den geplanten Standort Lüdenscheid hin.
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Auf seiner Internetseite weist das Unternehmen schon auf den geplanten Standort Lüdenscheid hin.

Die Adler-Filiale an der Schillerstraße schließt am 23. Oktober. Das hat das Mode-Kaufhaus seinen Kunden per Rundschreiben mitgeteilt.

Lüdenscheid - Für die Stadt kommt der Schritt nicht überraschend, sie befasste sich bereits vor einem Jahr mit dem drohenden Leerstand einer, wie es damals noch hieß, „Einzelhandelsimmobilie im südlichen Altstadtbereich“.

Der Schritt kommt für die städtischen Planer aber auch aus einem weiteren Grunde nicht überraschend: Die Stadt, der Fachdienst Wirtschaftsförderung, begleitet das neue Nutzungsvorhaben für den inzwischen verkauften Komplex eng. Nach dem Auszug von Adler will offensichtlich das Unternehmen Space Plus an der Stelle einen „City Store“ eröffnen, wie es auf seiner Internetseite bereits ankündigt: „Coming soon“ – also „bald“. Space Plus ist ein Unternehmen von Russell Jordan, einem laut Internet-Auftritt „europäischen Self Storage-Veteranen mit Jahrzehnte langer Erfahrung in diesem Bereich“. Demzufolge soll an der Schillerstraße 3 eine Mischung aus zentralen, garagenartigen Lagerräumen für Privatleute und Gewerbe sowie Coworking und flexiblen Büroarbeitsmöglichkeiten entstehen.

Mit der Stadt im Gespräch

Aber auch die Stadt habe Wünsche und Vorstellungen, sagt Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen) – zum Beispiel, den Erdgeschossbereich zu beleben, etwa durch ein Café. Auch darüber sei man im Gespräch.

Das Unternehmen will nach eigenen Angaben bis Ende 2023 bis zu 80 Standorte über ganz Deutschland verteilt haben. Im Moment ist man in Hagen, Krefeld, Braunschweig, Essen, Osnabrück, Bremen und Gelsenkirchen vertreten. Die Lüdenscheider Immobilie hat den Eigentümer bereits gewechselt. Dadurch haben sich Pläne erledigt, die die Stadt vor rund einem Jahr unter anderem in einer Ausschussvorlage diskutiert hat: „Der zur Disposition stehende Standort der Einzelhandelsimmobilie bietet die Chance, auch den städtebaulichen Missstand der Parkpalette Turmstraße neu zu betrachten.“ Die Idee damals: Nach Kauf und Abriss des Adler-Gebäudes hätte dort Parkfläche entstehen können. Das wiederum hätte den Abriss der Parkpalette und eine Neugestaltung zur Altstadtaufwertung ermöglicht. Das ist nun vom Tisch. Was bleibt, sei die Notwendigkeit, wenigstens die Fassade der Parkpalette in Angriff zu nehmen. Dafür bereite man gerade einen Wettbewerb vor, sagt Bärwolf – für „eine Verschönerung mit vertretbarem Aufwand“.

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