Großes Echo auf Hilferuf der Tafel: Bittbrief von Dzewas

Bat Lüdenscheider Märkte um mehr Unterstützung für die Tafel: Dieter Dzewas.

LÜDENSCHEID - Die Geschäftsführungen und Filialleitungen im Lüdenscheider Lebensmittelhandel hatten jetzt Post vom Bürgermeister: „Ich bitte Sie eindringlich zu prüfen, ob es Ihnen möglich ist, die Lebensmittel, die nicht mehr benötigt werden oder nicht mehr verkauft werden können, der ,Lüdenscheider Tafel‘ zu spenden“, schreibt Dieter Dzewas darin. „Jeder noch so kleine Beitrag kann helfen, das soziale Leben und Miteinander in unserer Stadt zu bereichern.“

Damit reagierte auch der Bürgermeister auf den LN-Bericht über die Lebensmittelknappheit des Vereins, die durch Verluste von auswärtigen Lieferanten wie dem Real-Markt in Iserlohn entstanden sind. Dzewas lobt in seinem Brief, der an viele Geschäfte verschickt wurde, das ehrenamtliche Engagement der Tafel, wofür sie 2005 auch beim Neujahrsempfang der Stadt geehrt wurde. „In Zeiten sehr knapper öffentlicher Mittel ist die soziale Gemeinschaft mehr und mehr auf privates Engagement angewiesen. Dies gilt für das Wirken der Tafel, aber auch für die Unterstützung, auf die die Aktiven der Tafel von privater Seite angewiesen sind“, heißt es im Bürgermeister-Brief weiter.

Tafel-Vorsitzende Ursula Schwarzkopf zeigte sich gestern überrascht: „Davon wusste ich nichts“, dankte sie Dzewas und hofft nun, dass aus dem Rundbrief bleibende Lieferanten für die Lüdenscheider Tafel erwachsen.

Während es in der Politik ersten Streit um den Mietzuschuss gibt, stimmen erste Reaktionen aus der Bürgerschaft Ursula Schwarzkopf froh: „Wir haben von einem Ehepaar die Zusage über eine 3000-Euro-Spende erhalten.“ Bürger gaben ein großes Pampers-Paket ab, da es der Tafel gerade an Babynahrung und Windeln mangelt. Eine Kiste Süßes gab es, und der Toom-Markt will jetzt auch Leergut-Bons für die Tafel sammeln.

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