Großes Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer in der Region

 Benefizkonzert Flutlichter ´21
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27 heimische Bands waren der Einladung zum Benefizkonzert gefolgt und präsentierten fünf Stunden lang eine abwechslungsreiche musikalische Mischung.

Die Freude bei Anja „Bitzi“ Bitzhenner, Organisatorin des Benefizkonzertes „Flutlichter ‘21“, war am Ende eines langen Abends groß: Bei der Veranstaltung, bei der 27 heimische Bands am Freitag im Biergarten bei Thomas zugunsten der Flutopfer auftraten, kamen unterm Strich 6350 Euro an Eintritts- und Spendengeldern zusammen.

Lüdenscheid - „Diese kommen zu jeweils einem Drittel den Familien der im Einsatz ums Leben gekommenen Feuerwehrmänner in Altena und Werdohl sowie der Aktion ‘NRW hilft’ zur Unterstützung der Flutopfer in Altena zugute“, erklärte Bitzhenner.

Obwohl sich das Wetter alles andere als freundlich präsentierte – zeitweise regnete es heftig und auch die Temperaturen waren viel zu kühl für die Jahreszeit – konnte die engagierte Musikerin das komplette Online-Kontingent von 300 Tickets zuzüglich etlicher Abendkassenkarten verkaufen. Gäste waren dabei auch von weiter her angereist, unter anderem aus Völklingen und Hannover. Während des Konzertes gingen zum einen Spendenboxen herum, die gut gefüllt wurden, zum anderen wurde ein Plakat mit Unterschriften der beteiligten Künstler versteigert und wechselte für 30 Euro den Besitzer.

„Ihr seid die härtesten, die besten, die coolsten“, begrüßte Moderatorin Sabine Langenbach die Besucher, nachdem Tlako Mokgadi und alle anderen Beteiligten den Eröffnungssong „All Night Long“ performt hatten. Das Lied diente nach dem gut fünfstündigen Programm mit neun Sets am Ende auch als Abschlusssong. Die Gäste freuten sich derweil über den für die Jahreszeit eher untypischen Glühwein, den Biergartenbetreiber Thomas Jacob anbot. Anja Bitzhenner, die später auch als Sängerin mit verschiedenen Musikern auftrat, beschrieb ihre Motivation zu der spontanen Entscheidung für die Veranstaltung so: „Als die Katastrophe passiert war, wollte ich helfen“, erzählte sie.

 Benefizkonzert Flutlichter ´21

 Benefizkonzert Flutlichter ´21
 Benefizkonzert Flutlichter ´21
 Benefizkonzert Flutlichter ´21
 Benefizkonzert Flutlichter ´21
 Benefizkonzert Flutlichter ´21

„Natürlich konnte ich aus eigener Tasche nicht viel ausrichten, aber mit Musik erreichst du Menschen, Menschen, Menschen.“ Ihre guten Kontakte in der heimischen Musikszene kamen ihr zugute – nahezu alle angefragten Künstler sagten zu, und auch diverse heimische Firmen und Institutionen wie die Fleischerei Geier, Busch-Jaeger, ABIS GmbH Anlagen-, Bühnen- und Industrieservice, die Evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede sowie Katja Schlorff vom LSM unterstützten das Konzert durch Spenden oder auf andere Weise.

Musikalisch bot der Abend eine abwechslungsreiche Mischung: Freunde der härteren Gangart bediente zum Beispiel Lüdenscheids Bürgermeister, Musiker und frisch gebackener Vater Sebastian Wagemeyer, der es diesmal nicht, wie von ihm gewohnt, mit „Killing In The Name Of“ von Rage Against The Machine krachen ließ, sondern unter anderem den ebenso bekannten Klassiker „Bullet In The Head“ der gleichen Formation solide und energiegeladen wie von ihm gewohnt rappte. Unterstützt wurde er dabei von Musikern wie Markus „Hardy“ Hartkopf an der Gitarre.

JJ & The MAD Mates lieferten kernigen Blues, das Natascha Winter Quintett mit Kontrabassist Max Jalaly, der am Freitag seinen Geburtstag feierte, relaxten Jazz. HonigMut mit Melina Fuhrmann und Nando Andreas performten in Bandbesetzung ihre eingängigen Pop-Songs in deutscher Sprache, Luzie Hoppe und ihre Band gaben aktuelle Popsongs zum Besten. Schließlich überzeugte auch Veranstalterin Anja Bitzhenner als Künstlerin, unter anderem mit Michael Flossbach an der Akustik-Gitarre und Rock-Klassikern wie „Black Velvet“ von Alannah Myles.

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