Bewohner verletzt

Wohnung brennt lichterloh: Großeinsatz in Lüdenscheid - Warnung vor Rauchgasen

Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße
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Dichter Rauch drang aus der Wohnung.

Großeinsatz in der Lüdenscheider Altstadt: In einem Wohnhaus an der Hochstraße ist am Donnerstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Die App „Nina“ warnte vor Rauchgasen.

Update vom 27. Mai 2021, 18.45 Uhr: Großalarm in der Oberstadt: Bei einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Hauses an der Hochstraße in Lüdenscheid wurde am Donnerstagnachmittag ein Bewohner verletzt.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohner72.313

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mann im Wohnzimmer eine Shisha-Pfeife geraucht und war dabei eingeschlafen. Er wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht.

Die Lüdenscheider Feuerwehr war mit allen verfügbaren Kräften der Hauptwache und der fünf Löschzüge im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Die App „Nina“ schickte um 18.37 Uhr eine Warnung vor Rauchgasen raus. Im betroffenen Bereich (Innenstadt) sollten Bürger sich in geschlossene Räume begeben und Fenster und Türen schließen.

Die Wohnung brannte lichterloh.

Wohnung brennt lichterloh: Großer Einsatz in Lüdenscheid - Warnung vor Rauchgasen

Gegen 15.30 Uhr alarmierte ein Anrufer die Leitstelle und meldete den Brand. Doch seine Ortsangabe war zunächst verwirrend ungenau. Das Feuer, so der Anrufer, sei an der Wilhelmstraße ausgebrochen. Erst danach nannte er die Bushaltestelle Wilhelmstraße, die vor dem ehemaligen Reidemeister liegt. Tatsächlich schlugen die Flammen aus den Fenstern des Eckhauses an der Hochstraße/Ecke Domgasse – Adresse des Anatolien-Grills.

Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße

Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße
Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße
Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße
Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße
Lüdenscheider Altstadt: Großer Feuerwehr-Einsatz in einem Wohnhaus an der Hochstraße

Erste Ermittlungen der Polizei zur Brandursache ergaben folgendes Bild: Der Mieter der Wohnung hatte die Shisha-Pfeife in seinem Wohnzimmer entzündet und war während des Konsums eingeschlafen. Die Pfeife kippte um, die glühende Kohle landete auf der Couch und entfachte den Zimmerbrand.

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf und ein erster Trupp unter schwerem Atemschutz in die Wohnung stürmte, war der Mann bereits aufgewacht und konnte sich mit letzter Kraft selbst retten. Die Wohnung brannte lichterloh.

Großeinsatz in Lüdenscheid: Evakuierung und Einsatz über zwei Drehleitern

Rettungskräfte bargen den Verletzten und transportierten ihn umgehend ab. Bewohner sowie Gäste und Betreiber der Dönerbude wurden evakuiert. Polizei und Feuerwehr hielten Schaulustige davon ab, sich dem brennenden Haus zu nähern. Die Löschmannschaften rückten von mehreren Seiten gegen die Flammen vor. Über zwei Drehleitern bekämpften die Männer den Brand.

Aus zwei C-Rohren strömte Löschwasser durch die offenen Fenster in die Wohnung und drang in die darunter liegenden Etagen ein. Der Bewohner der Dachgeschosswohnung über dem Unglücksort war nach Feuerwehr-Angaben nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach. Stadtbrandmeister Christopher Rehnert und seine Leute sprachen ein Betretungsverbot aus, weil die Zimmerdecken einzustürzen drohten. Gleichzeitig überprüften die Einsatzkräfte das Nachbarhaus mit der Druckerei Kettling im Erdgeschoss und vergewisserten sich, dass Hitze und Rauch sich nicht weiter ausbreiten.

In einem Wohnhaus an der Hochstraße in der Lüdenscheider Altstadt ist am Donnerstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen.

Weil der Brand nicht nur die hölzernen Zimmerdecken des Altbaus destabilisiert, sondern sich durch die oberste Wohnung bis in den Dachstuhl gefressen hatten, dauerte es bis in die Abendstunden, bis die letzten Brandnester ausgemerzt und die Nachlöscharbeiten erledigt waren.

Bei Großeinsatz in Lüdenscheid: Anwohnerin mit großer Geste

Bei aller Dramatik der Nachmittagsstunden sorgte Anwohnerin Helga Mengering in der letzten Phase des Einsatzes noch für eine große Geste. Die betagte Dame kochte in ihrer Küche Kaffee für die Feuerwehrkräfte, brachte Tassen und Kannen nach draußen und versorgte die dankbaren Männer auf der Straße.

Nach Auskunft Christopher Rehnerts waren 87 Feuerwehrleute im Einsatz. Zusammen mit dem Rettungsdienst sorgten mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Retter für die Sicherheit der Menschen in der Oberstadt. Polizisten riegelten die vordere Hochstraße ab und lenkten den Verkehr an der Unglücksstelle vorbei.

Die Hochstraße war im Bereich der Altstadt bis zum Abend gesperrt.

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